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Backnang-Strümpfelbach Update: 22-Jährige Opfer eines Gewaltverbrechens?

Symbolbild. Foto: Pixabay.com; Lizenz: CC0 Public Domain

Backnang.
Eine 22-Jährige aus Backnang-Strümpfelbach könnte Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein. Davon gehen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft aus. Ein 24-jähriger Tatverdächtiger befindet sich in Haft. "Es ist das Schlimmste zu befürchten", sagte Polizei-Pressesprecher Rudolf Biehlmaier auf Anfrage. 

Dennoch spricht die Polizei weiterhin von einem Vermisstenfall: Die 22-Jährige ist nach wie vor spurlos verschwunden.

Details gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen weitere Informationen zu dem Fall veröffentlicht werden.

Bislang liegen nur wenige Hinweise aus der Bevölkerung auf den Verbleib der Frau vor. Diese Hinweise erbrachten noch nicht den erhofften Erfolg. 

24-Jähriger in Haft

Die Kriminalpolizei Waiblingen hat die Ermittlungsgruppe "Flur" eingerichtet, in der nun Informationen und Hinweise gebündelt, bewertet und abgearbeitet werden. Ins Ziel der Ermittler geriet in diesem Zusammenhang ein im Umfeld der Familie stehender 24-jähriger Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragte daher Haftbefehl, den die zuständige Haftrichterin erließ und in Vollzug setze. Der Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.

Die Kripo Waiblingen bittet zur Aufklärung des Falles um Zeugenhinweise und verweist auf die Vermisstenmeldung vom 10. November. Hinweise werden unter Tel. 07151/9500 entgegengenommen.

Keine neuen Hinweise nach Suche auf Deponie

Am Samstag hatte die Polizei auf der Mülldeponie Backnang-Steinbach nach Hinweisen zum Verbleib der Frau gesucht, bestätigte der Polizei-Pressesprecher. Die Suche habe aber keine neuen Hinweise erbracht.

Die Polizei geht nur bei einem Bruchteil der Vermisstenmeldungen mit Name und Foto des oder der Gesuchten an die Öffentlichkeit. Mehrere hundert Vermisstenfälle werden der Polizei jedes Jahr gemeldet, so Rudolf Biehlmaier. Die meisten Fälle klären sich ohne Öffentlichkeitsfahndung. Für eine solche können sich die zuständigen Behörden entscheiden, wenn der Schutz einer Person den gravierenden Eingriff in deren Persönlichkeitsrechte rechtfertigt.

„Bis letztes Jahr war ihr Sohn noch hier im Kindergarten“

In sozialen Netzwerken haben viele Menschen ihr Bedauern über den Fall geäußert und ihre Hoffnung, die Frau möge gesund auftauchen. Viele haben der Familie ihre Unterstützung signalisiert.

Die Stimmung vor dem Kindergarten in Strümpfelbach ist gedrückt. Die Eltern, die ihre Kinder zur Mittagszeit abholen, haben längst davon gehört, dass die 22-jährige Mutter zweier Kinder verschwunden ist. „Bis letztes Jahr war ihr Sohn noch hier im Kindergarten“, erzählt eine Frau. Man kenne die Vermisste jedoch nicht gut, sie habe sich den anderen Müttern nie bei gemeinsamen Aktivitäten angeschlossen.

Gerüchte von allen Seiten

Nun machen sich die Mütter und Väter Gedanken, was mit der jungen Frau passiert ist. Normalerweise kenne man so etwas nur aus dem Fernsehen, nun ist es plötzlich ganz nah an einem dran. „Man hört von allen Seiten Gerüchte“, erzählt eine Frau. Was tatsächlich geschehen sei, wisse sie natürlich nicht. Das sei bedrückend.

 

 

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