Berglen Funkmast am Waldrand in Brand geraten

, aktualisiert am 02.09.2019 - 07:47 Uhr

Berglen. Der Brand eines Funkmasts am Samstag um 23.15 Uhr am Waldrand von Berglen-Oberweiler war bald unter Kontrolle. Die Feuerwehr hat den Funkenflug gestoppt und gelöscht, sobald der Strom abgestellt war. Feuerwehr Berglen stoppt mit 38 Einsatzkräften den Funkenflug / Syna stellt Strom ab, damit gelöscht werden kann.

Um 23.17 Uhr alarmierte ein Anwohner die Feuerwehr, weil er am Waldrand Feuer sah. Die rückte mit 38 Einsatzkräften an, denn Flammen am Waldrand konnten in diesen heißen, trockenen Tagen schnell große Schäden anrichten. „Es hat spektakulär ausgesehen“, sagt ein Feuerwehrmann. Die Einsatzkräfte kamen zum Brandort, sahen die Flammen am Funkmast und wussten: Sie dürfen erst löschen, wenn die Stromzufuhr abgeschaltet ist. Ein Techniker der Syna habe sehr schnell reagiert und nach wenigen Minuten den Strom abgestellt, berichtet Einsetzleiter Michael Maier im Gespräch mit unserer Zeitung. Nachdem sichergestellt war, dass die Elektrotechnik nur noch mit Schwachstrom aus Pufferbatterien weiterläuft, löschten die Feuerwehrleute den Brand, ohne auf einen Techniker des Funknetzbetreibers zu warten, der auch noch die Batterien hätte stilllegen können.

Brandstiftung? Das Feuer hat an der Außenwand begonnen

Klar ist, dass der Brand an der Außenwand des Funkmasthäuschens entfacht wurde. Bislang wurden aber keine konkreten Hinweise auf Brandstiftung gefunden, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Aalen gestern mitteilte. Der Kriminaldauerdienst war noch in der Nacht im Einsatz, suchte nach eventuellen Brandbeschleunigern, und die Polizei hatte auch sofort einen Polizeihubschrauber in die Luft geschickt, um von oben zu beobachten, ob eventuell ein Brandstifter flieht – die Beobachtungen blieben aber bislang ohne Ergebnis.

Holzverkleidung und Kabel brannten

Die Berglener Feuerwehr arbeitete, als der Starkstrom einmal abgestellt war, sehr schnell, löschte die brennende Holzverkleidung und die brennenden Kabel des Trafo- und Technikhäusles. „So ein Funkmast hat ja nicht viel brennbares Material“, sagt Einsatzleiter Maier. Der Mast selbst ist aus Beton. Und das Häusle eigentlich auch. Nur die Verkleidung ist aus Holz, wahrscheinlich, damit das Häusle besser in die Landschaft passt. Ins Innere des Betonkastens drangen die Einsatzkräfte nicht vor, weil der Techniker mit dem Schlüssel dafür erst nach zweieinhalb Stunden anrücken konnte.

Die Feuerwehrleute kontrollierten die Wärme im Inneren mit der Wärmebildkamera, stellten keine Hitze fest und zogen sich wieder zurück, nachdem alles gelöscht war. Am Brandort blieb die Polizei.


Funkmast hat weiter gesendet

Offenbar wurden weder durch die Flammen noch durch das Löschwasser die Pufferbatterien und die Nachrichtentechnik im Inneren des Trafo- und Technikkastens aus Beton beschädigt.

Einsatzleiter Maier erfuhr von einem Techniker, dass der Funkmast weiter funktionierte, betrieben mit dem Strom aus den Pufferbatterien. Dies galt zumindest für die Nacht von Samstag auf Sonntag.

„Wie lange die Batterien halten, wissen wir auch nicht“, sagt Maier. Bislang sind jedenfalls keine Klagen wegen ausgefallenen Handys aufgekommen.

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