Berglen Keime im Berglener Trinkwasser entdeckt

Schluck Wasser? Die Gemeinde Bergelen empfiehlt derzeit, nur abgekochtes Wasser zur trinken. Foto: Schmitzer

Berglen. Seit Montag gibt die Gemeinde Berglen in einigen Teilorten mehr Chlor ins Trinkwasser, um es zu desinfizieren. Grund: Es wurden Keime in geringen Mengen entdeckt.

„Bei Nachuntersuchungen gemäß der Trinkwasserverordnung wurde am 4. Dezember im Versorgungsnetz Berglen eine geringfügige mikrobiologische Grenzwertüberschreitung festgestellt“, heißt es in einer die Mitteilung, die Bürgermeister Maximilian Friedrich am Montagnachmittag an die Presse gab. Das Gesundheitsamt hat fernmündlich ein Abkochgebot für das Trinkwasser ausgesprochen und die Desinfektion der jeweils betroffenen Ortsnetze angeordnet. Betroffen sind die Teilorte Stöckenhof, Öschelbronn, Birkenweißbuch, Ödernhardt, Bretzenacker, Reichenbach, Lehnenberg, Spechtshof, Erlenhof und Steinach. Die betroffenen Haushalte wurden über zugestellte Einwurfschreiben bereits informiert.

Abkochen zwingend erforderlich

Mit der Desinfektion innerhalb der zulässigen Grenzwerte wurde umgehend am Montagabend, 4. Dezember, begonnen. „Hierbei werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung für das Desinfektionsmittel zweimal täglich überwacht und protokolliert“, versichert der Bürgermeister

Wichtiger Hinweis der Gemeinde: „Ein Abkochen des Trinkwassers ist bei der Verwendung zur Lebensmittelzubereitung zwingend erforderlich.“ Das so behandelte Leitungswasser hat nach Aussage des Gesundheitsamtes Trinkwasserqualität. Die Desinfektion sei für den Verbraucher aufgrund der geringen Dosierung gesundheitlich unbedenklich. Gemeinde und Gesundheitsamt empfehlen allerdings, bei der Herstellung von Säuglingsnahrung auf Trinkwasser zu verzichten.

Chlorgeruch möglich

Aufgrund der Desinfektion kann das Wasser jedoch einen leichten Chlorgeruch und -geschmack aufweisen. Der Betriebsführer, die Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH, bemühe sich, die Ursache so schnell wie möglich zu beseitigen, teilt Bürgermeister Friedrich mit. Wobei allerdings am Montagnachmittag um 16 Uhr noch keine Ursache bekannt war. Wie lange das Versorgungsnetz desinfiziert werden muss, wurde vom Gesundheitsamt noch nicht festgelegt. Die Winnender Zeitung und www.zvw.de werden berichten, sobald die Maßnahme abgeschlossen ist.

Fragen werden im Wasserwerk unter der Rufnummer 07195/71067 oder im Rathaus unter der Rufnummer 07195/9757-0 (Zentrale) oder -30 (Wasserwerksleiter Kämmerer Schreiber) beantwortet.

  • Bewertung
    10
 

4 Kommentare

Kommentieren

  1. (Anschrift und E-Mail sind keine Pflichtangabe, allerdings können Kommentare ohne Angabe der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden. E-Mail, Straße und Nummer werden nicht veröffentlicht.)
    Kommentare werden vor der Veröffentlichung auf der Seite geprüft. Es gelten unsere Kommentarregeln. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden nicht veröffentlicht.

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!