Waiblingen/Stuttgart.
Der TVB Stuttgart unterlag an diesem Dienstagabend (03.12.2019) in einem wahren Handballkrimi am Ende mit 34:35 nur knapp gegen THW Kiel (Liveticker). Der Traum vom Pokal-Halbfinale ist damit ausgeträumt. Gegen Ende hin hatte der TVB einen Sieben-Tore-Rückstand fast aufgeholt, verlor dann aber gegen einen die letzten Sekunden clever herunterspielenden Gegner.

Aufsehen erregte in dem DHB-Pokal-Viertelfinalspiel auch ein Feueralarm. Das Spiel wurde kurz nach 21 Uhr in der 36. Minute (zweite Halbzeit) unterbrochen, die Halle evakuiert. Der Spielstand war zunächst eingefroren bei 19:22.

Um 21.30 Uhr meldete unser Reporter Thomas Wagner: "Die Fanmeute wird wieder reingelassen. Offizieller Grund des Feueralarms: ein Konstruktionsfehler." Will heißen: Es war wieder einmal ein Fehlalarm aufgrund eines technischen Defekts. An welchem Gerät oder welcher Installation, wurde nicht bekanntgegeben. Das Spiel wurde um 21.41 Uhr fortgesetzt. Am Ende (um 22.15 Uhr) musste sich der TVB gegen den haushohen Favoriten denkbar knapp geschlagen geben.

Bereits Anfang Oktober 2019 hatte ein Feueralarm in der Scharrena zur Folge, dass über 2000 Fans die Halbzeitpause beim Spiel des TVB gegen Lemgo im Freien verbringen mussten. Ein technischer Defekt an der Entlüftungsanlage war in jenem Fall Auslöser für den Alarm gewesen. „Die Anlage war schon vor dem Spiel nicht in Ordnung“, sagte damals Sven Heib, Sicherheitsbeauftragter des TVB. „Die Betreiber entscheiden, ob das Spiel dennoch stattfinden kann.“ Weil in der Küche gebrutzelt wird, seien vorsorglich einige Rauchmelder „lahmgelegt“ worden. Und doch haben andere angeschlagen. „Die Feuerwehr vermutet, dass sich der Rauch verwirbelt hat, nachdem die Türen geöffnet wurden und sich die Leute bewegt haben“, so Heib. Auch wenn es kein wirkliches Feuer gab, standen die Verantwortlichen vor der Entscheidung, entweder das Spiel abzubrechen oder sämtliche Rauchmelder abzuschalten. Sie entschieden sich für Letzteres.