Ehemaliger Gewa-Tower in Fellbach So soll der Schwabenlandtower aussehen

Niederlassungsleiter George Moutoulis, CG-Chef Christoph Gröner und Architekt Jörg Wolf (von links). Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Fellbach. Vier Firmen haben sich bereits Kontingente mit Wohnungen im Schwabenlandtower für ihre Mitarbeiter gesichert. Einziehen können sie frühestens im zweiten Quartal 2021. Bis dahin wartet noch viel Arbeit auf die Immobilienentwickler von der CG-Gruppe, die den künftigen Mietern so einige Annehmlichkeiten verspricht.

Der gesamte Tower und das Hotel bekommen eine neue Fassade. Statt einer Mixtur aus Schwarz und Glas wie der gescheiterte Gewa-Tower wird der „SLT 107“ hellgrau, vielleicht sogar weiß. Seltenheitswert versprechen die Windturbinen an der Dachkante, sichtbar sein werden sie von unten aber kaum. Wie die CG-Gruppe mit Christoph Gröner an der Spitze jetzt präzisierte, handelt es sich nicht um große Windränder, sondern um unscheinbare Kästen, welche die starken Aufwinde am Turm nutzen und nur rund einen halben Meter hoch sind. Den seltenen Wanderfalken sollen sie das Revier nicht streitig machen. Die intelligenten Tiere haben sich die ohnehin windstillere Nordost-Seite für ihr Nest ausgewählt.

"Dafür bezahlen die Mieter gerne etwas mehr"

Windkraft ist nur ein Bestandteil des völlig neuem Energiekonzepts. Die Bauherren wollen den KfW-Standard 55 erreichen, was gemeinsam mit dem Umbau von 65 auf 194 Wohnungen und einer neuen, besser eingepackten Fassade den Rückbau bis auf Rohbau-Zustand erfordert, der auch schon seit Monaten im Inneren des Gebäudes läuft. Alle Leitungen und Sprenkler-Anlagen kommen wieder raus - und zuletzt auch alle Fenster.

Photovoltaik für die E-Autos in der Tiefgarage, Fernwärme und die Nutzung der Bodenplatte zur Kühlung sind weitere Anstrengungen für eine Planung, die nicht nur Rendite verspreche, sondern heutigen Erfordernisse wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit nachkomme. „Dafür bezahlen die Mieter gerne 20 Cent mehr“, ist Christoph Gröner überzeugt. Und seine CG-Gruppe investiert zehn Millionen Euro zusätzlich.

Das sollen die Mieten kosten

Luxus-Lofts wird es im Schwabenlandtower bekanntlich nicht geben, jedoch dürfen sich die Bewohner auf Dienstleistungen freuen, mit denen in einem normalen Mietshaus eher nicht zu rechnen ist. Wer möchte, kann sich seine Anzüge reinigen und die Wohnung putzen lassen, seine Post aus der Paketstation im Erdgeschoss abholen und im hauseigenen Fitnesscenter trainieren. Die Kaltmieten werden sich, je nach Etage und Größe der Wohnung, etwa zwischen 13 und 20 Euro pro Quadratmeter bewegen. Die drei Aufzüge, einst für viel weniger Bewohner gedacht, sollen die Verkehrszunahme „smart“ lösen, in dem sie Nutzerverhalten lernen und unnötige Fahrten sparen.

„Aus der Planung von 2006 wird nun eine von 2019“, betont Architekt Jörg Wolf. Wegen des ambitionierten Konzepts wird ein neues Baugenehmigungsverfahren notwendig, der Bauantrag soll im November eingereicht werden. CG-Niederlassungsleiter George Moutoulis geht von einer Verzögerung von sechs Monaten aus.

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