Die Nachricht schockiert nicht nur die Fußballer im Rems-Murr-Kreis: Robert Walz ist tot. Der Winnender starb am Sonntag im Alter von 71 Jahren. Über die Todesursache ist nichts bekannt.

Vor wenigen Wochen noch leitete Walz Spiele bei den Rems-Murr-Behörden-Fußballmeisterschaften in Höfen. Wie immer in bester Form, wie immer gut gelaunt. Vor wenigen Wochen noch bestand Walz seine Leistungsprüfung ohne Probleme. Am Samstag war er bei einer Feier der Waiblinger Schiedsrichtergruppe, ebenfalls in guter Stimmung. „Er hat mitgesungen, hat gelacht, war quietschfidel“, sagt Obmann Markus Seidl. Umso betroffener sind nun alle über die Nachricht seines Todes.

Robert Walz war über 50 Jahre lang Schiedsrichter. Zwischen 1978 und 85 leitete er 42 Spiele in der Fußball-Bundesliga und zehn im DFB-Pokal. Der DFB meldete ihn für die FIFA-Liste, Walz war Assistent in einem Europacup-Halbfinale. Seine Karriere beenden musste er (wie auch sein bereits verstorbener Bruder Winfried) wegen einer Schwäche der Achillessehne, die dreimal riss.

Hunderte Schiris ausgebildet

Über 25 Jahre lang war er Lehrwart des Württembergischen Fußballverbandes, bildete Hunderte von Schiedsrichtern aus. In der Gruppe Waiblingen wurde er zum Ehrenschiedsrichter. „Mit Robert verliert die Schiedsrichtergruppe Waiblingen einen Schiedsrichter, wie es ihn kein zweites Mal geben wird“, heißt es auf deren Homepage.

Robert Walz wurde nicht nur von den Schiedsrichtern wegen seines Sachverstandes geschätzt, auch unter den Fußballern war er beliebt. Da war ein Bundesligareferee, der keinerlei Probleme hatte, in den untersten Ligen mit demselben Engagement zu pfeifen wie im Oberhaus. Und der jeden Kicker gleich schätzte, ob Profi oder Jugendspieler.

Auf dem Platz war er die klare Respektsperson und doch auch Mensch, der für jeden ein aufmunterndes Wort hatte. Abseits für jedes Gespräch offen, immer agil, stets gut gelaunt. Nun starb er für alle überraschend. Informationen über die Todesursache gibt es keine.