Grabkapelle auf dem Württemberg Blinde können Mausoleum von Königin Katharina ertasten

Eine blinde Frau ertastet während der Einweihung eines Blindenmodells der Stuttgarter Grabkapelle die Miniatur. Foto: Sebastian Gollnow Foto: dpa

Stuttgart.
Blinde Menschen können die Architektur der Grabkapelle auf dem Württemberg nun ertasten - seit Freitag steht dort auch ein kleines Bronzemodell des knapp 200 Jahre alten Baus. Das quadratische Relief ist einen Meter lang und bildet die gesamte Anlage samt Nebengebäuden ab. Rund ein Jahr lang arbeitete ein auf Tastmodelle spezialisierter Bildhauer an der Plastik, wie die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mitteilten.

"Die historischen Monumente des Landes sollen für möglichst viele Menschen erreichbar, zugänglich und ein Erlebnis sein können", sagte Ministerialdirektor Jörg Krauss bei der Vorstellung. Er erinnerte an das soziale Engagement von Königin Katharina von Württemberg (1788-1819), für die das Mausoleum einst errichtet worden war: Das Land verdanke der Zarentochter unter anderem das Stuttgarter Katharinenhospital.

Etwa 40 000 Gäste besuchten die Grabkapelle in Stuttgart im vergangenen Jahr. König Wilhelm I. hatte den klassizistischen Rundbau nach dem frühen Tod seiner Ehefrau in Auftrag gegeben.

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