Hertha-Doppelschlag und verweigerter Elfmeter Der VfB wird vor der Pause „angeknockt“

In Berlin ließen die Stuttgarter den Mut aus der couragierten Heimvorstellung vor einer Woche gegen Borussia Mönchengladbach über weite Phasen der Partie vermissen. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Berlin.
Vom Ex-Stürmer Vedad Ibisevic kalt erwischt und von einem verweigerten Elfmeter geschockt: der VfB Stuttgart taumelt in die Relegation. „Die Signale kamen zu spät. Wir haben erst so richtig ins Spiel gefunden nach dem 0:3“, erklärte VfB-Keeper Ron-Robert Zieler nach der Niederlage im Berliner Olympiastadion. Und Interimstrainer Nico Willig ärgerte sich über den verweigerten Handelfmeter beim Spielstand von 0:0: „Wenn wir diesen Videoassistenten schon installieren, dann hätte der in dem Moment im Keller online sein müssen.“

Wie die 1:3-Niederlage in der Hauptstadt zustande kam, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse.

Startformation und Aufstellung

An seiner gegen Gladbach erfolgreichen Startelf nahm Nico Willig in Berlin keine Veränderungen vor. So führte Andreas Beck die Mannschaft wieder als Kapitän aufs Feld und agierte im Stuttgarter 4-4-2-System auf der Halbposition im Mittelfeld. Der etatmäßige Captain Christian Gentner kehrte nach einem Faserriss zwar wieder zurück in den Stuttgarter Kader, nahm aber zunächst nur auf der Bank Platz. Dafür fiel Linksverteidiger Emiliano Insua aus dem 18-köpfigen Aufgebot. 

Spielidee und Taktik

Ausgehend von einer kompakten Defensive wollten die Stuttgarter im Olympiastadion über die schnellen Stürmer Anastasios Donis und Nicolas Gonzalez Nadelstiche setzen. Spielmacher Daniel Didavi sollte in der Zentrale die Fäden ziehen und dahinter von „Signalspieler“ Beck, Gonzalo Castro und Dennis Aogo weitere Impulse für das Offensivspiel kommen. Doch die Schwaben agierten weniger aggressiv als in der Vorwoche beim 1:0-Erfolg über Gladbach, kamen deshalb nur selten zu Ballgewinnen im Mittelfeld und konnten ihr Umschaltspiel nicht aufziehen.

Gegen behäbige Berliner, die nach acht Wochen ohne Sieg lange ohne Tempo und Ideen nach vorne spielten, hatte die VfB-Viererkette um Ozan Kabak und Marc Oliver Kempf in der Innenverteidigung zunächst kaum Probleme. Die Hertha war feldüberlegen, spielte aber ohne wirklichen Zug zum Tor. Der Treffer von Ex-VfB-Stürmer Ibisevic war der Dosenöffner, den Hertha-Coah Pal Dardai vor der Partie eingefordert hatte. In der zweiten Hälfte erarbeitete sich die „Alte Dame“ dann den auch in der Höhe verdienten Heimerfolg.

Spielentscheider

Der nicht gepfiffenen Handelfmeter beim Stand von 0:0 bietet sich natürlich an, greift aber auch zu kurz. „Die Hertha hat uns mit dem Doppelschlag vor der Pause angeknockt“, analysierte Nico Willig nach der Partie, „in beiden Situationen müssen wir uns vorwerfen, dass wir zu passiv waren und die Bälle ins Zentrum zugelassen haben.“ Auch ließen die Stuttgarter den Mut aus der couragierten Heimvorstellung vor einer Woche gegen Borussia Mönchengladbach über weite Phasen der Partie vermissen. Der nicht gegebenen Elfmeter wirkte zusätzlich lähmend. 

Die Lage im Tabellenkeller

Durch den Sieg der Berliner Hertha hat sogar Hannover 96 zwei Spieltage vor dem Saisonende zumindest noch eine theoretische Chance auf den Klassenverbleib. Dies gilt auch für den 1. FC Nürnberg, der sich am Samstag mit 0:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg geschlagen geben musste. Sicher gerettet sind der SC Freiburg und der FC Augsburg. Schalke kann schon mit einem Remis gegen Augsburg am Sonntag letzte theoretische Zweifel am Klassenverbleib beseitigen.

Ausblick 33. Spieltag

Samstag, 11. Mai 

  • 1899 Hoffenheim - Werder Bremen; 15.30 Uhr
  • Borussia Dortmund - Fortuna Düsseldorf; 15.30 Uhr
  • Bayer Leverkusen - FC Schalke 04; 15.30 Uhr
  • RB Leipzig - Bayern München; 15.30 Uhr
  • VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg; 15.30 Uhr
  • FC Augsburg - Hertha BSC; 15.30 Uhr
  • Hannover 96 - SC Freiburg; 15.30 Uhr
  • 1. FC Nürnberg - Bor. Mönchengladbach; 15.30 Uhr

Sonntag, 12. Mai

  • Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05; 18 Uhr

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