Kaisersbach Partyalarm beim SV Kaisersbach

Kaisersbach. Startschuss für die Faschingszeit in der Gemeindehalle: Beim Vorfasching des SV Kaisersbach spielte die „Partymaschine XXL - Rebellen in Lederhosen“ vor einem wogenden Kostümmeer.

„Wir sind die Abba-Mädels“, stellt Silvia sich und ihre drei Freundinnen aus Breitenfürst, Kaisersbach und Welzheim vor. Sie seien „um die 50“ und haben schwarze Turnhosen mit roten Stulpen in stilechte Schlaghosen ihrer Jugend verwandelt. Die blonden Perücken und Stirnbänder sind der schwedischen Popgruppe akribisch nachempfunden und sehen klasse aus. „Wir wollten endlich mal wieder zum Fasching, darum sind wir hier eingefallen“, meint Silvia. Sie wissen, dass die Party viele Jüngere anzieht, das schreckt sie nicht ab. „Wir lassen uns einfach überraschen und machen unser Ding“, sagt sie. Abba muss nicht mal gespielt werden - die vier grooven auch bei „Atemlos“ von Helene Fischer kräftig mit.

Schräge Vögel, bunte Perücken, originelle Kostüme

Ein paar schräge Vögel in prächtigen blauen Kostümen mit venezianischen Masken tummeln sich zu Pogo-Rhythmen, zum rockigen „Smoke on the water“-Riff und dem Schlager „I will nur zruck zu dir“ vor der Bühne. „Wir sind sieben Pfauen“, sagt Christine aus Welzheim. Die blauen „Federkleider“ schimmern, die Masken vor den Gesichtern glänzen, am Körper und auf dem Kopf wippen grüne Federn, im Scheinwerferlicht leuchten grünlich-gelbe Perücken und Federboas - sie geben ein tolles Bild ab. „Wir verkleiden uns schon lange einheitlich, jedes Jahr zu einem anderen Thema“, erzählt Christine. „Es ist der einzige Fasching hier, das müssen wir nutzen.“ Nach Weihnachten wird überlegt, dann macht jeder ein eigenes Kostüm. Hinter den Kostümen stecken originelle Einfälle, fast alle im Saal sind verkleidet. Engel, Teufel, Hirschlady und jamaikanische Skibob-Fahrer sind unter den Feiernden. Sie genießen das Vorglühen auf die närrischen Tage.

Ein junger Herr geht als Dartscheibe ins Getümmel, der britische Skispringer „Eddie the eagle“ wird gesichtet. Das schwarz-weiße Fleckenkostüm einer Kuh leuchtet im Schwarzlicht der Bar grell auf. Tüllkleid kombiniert mit Ringelsocken, Glitzer im Gesicht und Teufelshörnchen im Haar, lange Zöpfe und Badelatschen - der Stilmix ist gewagt, bunt und schrill. Die „Feuertaufe“ haben alle Kostümierten hinter sich und die närrische Zeit hat für sie begonnen.


Volle Halle, friedlicher Ablauf

„Volle Halle, friedlich verlaufen“, zieht Heinrich Baier, Abteilungsleiter der Fußballabteilung, ein Fazit. Seit Anfang der 1980er Jahre gibt es eine Faschingsparty in Kaisersbach.

Vom Rosenmontagsball sei man abgekommen, erklärt er. „Die Terminfindung war schwierig, weil parallel schon andere Veranstaltungen sind.“

Seit 2009 bringt der SV Kaisersbach die närrischen Gäste zwei Wochen früher in Faschingslaune. Guggenmusik hatten sie bis vor 20 Jahren, auch DJs sorgten für Stimmung.

Die Planung und Organisation zieht sich über Wochen. „Für den Verein ist es eine wichtige Einnahmequelle“, sagte Fußballer Julian Katz.

Aktive und AHler halfen mit, bewirteten mit Getränken und Brötchen. In der Bar wurden erstmals Liköre statt Cocktails ausgeschenkt, außerdem verschiedene Longdrinks.

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