Gemeinderatswahl 2019 Die wichtigsten Themen für Alfdorf

Versuchsanlage vom ZF in Alfdorf. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Alfdorf. Es gibt viel zu tun, packen wir es an: Verwaltung und Gemeinderat können nach der nächsten Kommunalwahl eine lange Liste abarbeiten. Viele Projekte wurden begonnen und laufen noch, andere müssen noch angegangen werden. Alfdorf mit rund 7200 Einwohnern am Rande des Rems-Murr-Kreises und teilweise noch nach Schwäbisch Gmünd orientiert ist eine Flächengemeinde mit 63 Dörfern, Weilern, Höfen und Einzelgebäuden.

Dass da der Aufwand groß ist, zeigt sich zum Beispiel bei der Umsetzung des zentralen Abwasserkonzepts mit Erweiterung der Kläranlage Leineck, Umbau der Kläranlage Alfdorf zum Pumpwerk, Bau einer Abwasserdruckleitung von Alfdorf nach Leineck. Baulich stehen derzeit noch der Bau des Pumpwerks und die weitere Kanalauswechslung in der Hauptstraße aus. Vorgesehen ist, nächstes Jahr auch den Straßenbelag zu sanieren.

Neue Ballspielhalle und Sanierung der Sporthalle

Bereits begonnen wurde mit dem Neubau einer Ballspielhalle und der Sanierung der bestehenden Sporthalle zu einem Sport- und Kulturzentrum.

Weiter oben an bei den Themen steht der Ausbau des Breitband-Netzes in den kleinen Teilorten. Außerdem möchte die Gemeinde nach den Worten von Bürgermeister Michael Segan die Sanierung der Schulgebäude in Alfdorf und Pfahlbronn abschließen.

Um als Wohnort attraktiv zu sein, braucht es nicht nur eine schöne Landschaft, auch weitere Standortfaktoren wie Versorgungseinrichtungen vor Ort, Arbeitsplatzsituation und Kinderbetreuung sind sehr wichtig. Mit der Firma ZF (früher TRW, ganz früher Repa) hat die Gemeinde einen Überschuss an Arbeitsplätzen vor Ort. Alfdorf ist eine Einpendlergemeinde, es fahren also mehr Menschen nach Alfdorf zur Arbeit als fortgehen müssen. Ein unschätzbarer Standortvorteil. Von den Gewerbesteuereinnahmen ganz zu schweigen, die aber bei einzelnen Firmen nicht genannt werden dürfen.

ZF hat im Jahr 2015 die Firma TRW übernommen

Im Jahr 2015 hatte die ZF Friedrichshafen AG die TRW Automotive GmbH in Alfdorf übernommen. In der globalen Zentrale für „Aktive & Passive Sicherheitstechnik“ werden mit rund 1900 Beschäftigten Insassen-Rückhaltesysteme für nahezu alle Automobilhersteller entwickelt und produziert. Rund 550 Mitarbeiter sind noch in der Produktion von Komponenten für Sicherheitsgurte tätig.

Das ZF-Logistikzentrum in Alfdorf ging im Sommer 2018 in Betrieb. Die Investitionskosten beliefen sich auf 13,6 Millionen Euro. Das Grundstück ist 27 307 Quadratmeter groß, die Lagerfläche 13 696, die Bürofläche 674 Quadratmeter. In der Halle mit 9500 Stellplätzen arbeiten 40 Personen im Drei-Schicht-Betrieb. 80 Lkw fahren das Lager täglich an. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Alfdorf hat eine sehr große Firma vor Ort. Solang es der Firma gutgeht, geht es auch der Gemeinde nicht schlecht. Deshalb ist die Kommune um die Ansiedlung weiterer Betriebe bemüht, um diese Einseitigkeit etwas abschwächen zu können.

Weitere Baugebiete sollen kommen

Wer also in Alfdorf arbeitet, will vielleicht auch bald in die Gemeinde ziehen. Der Andrang auf die Bauplätze ist entsprechend groß. So sollen die Baugebiete Hofäcker in Vordersteinenberg und Löhgang in Alfdorf alsbald umgesetzt werden. Außerdem möchte die Gemeinde weitere Flächen für Gewerbebetriebe zur Verfügung stellen.

Die Kinderbetreuung soll in der Gemeinde weiter ausgebaut werden. Das reicht von der U-3-Betreuung über die Ganztagesbetreuung bis zu Ganztagsschule in offener oder geschlossener Form.

Weitere Themen für die nächsten fünf Jahren sind die Fortschreibung des Flächennutzungsplan, Sanierung des Kanals in der Seestraße, Rückbau der Pfahlbronner Straße in Pfahlbronn in Richtung Lorch, die Sanierung der Alten Halle sowie die Erweiterung des Friedhofs Alfdorf.


18 Sitze

Der Gemeinderat in Alfdorf hat 18 Mitglieder, davon entfallen elf Sitze auf die Freien Wähler und sieben auf die CDU. Die SPD hatte vor fünf Jahre keine Liste mehr eingereicht und hat auch 2019 keine Bewerber aufgestellt.

Außer den Freien Wählern und der CDU hat sich in diesem Jahr eine Unabhängige Bürgerliste beworben.

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzenden.

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