Lessing-Gymnasium wird saniert Die größte Baustelle von Winnenden beginnt

Kaum sind Schüler und Lehrer in den Ferien, kommen die Bauarbeiter. Foto: ZVW/Gabriel Habermann (Archiv)

Winnenden. Der große Umbau des Lessing-Gymnasiums beginnt. Die Sanierung soll 17,3 Millionen Euro kosten. Am Donnerstagabend sprach OB Hartmut Holzwarth von der größten Baustelle der letzten Jahre in Winnenden.

Kaum sind Schüler und Lehrer in den Ferien, kommen die Bauarbeiter. Sie werden den hinteren Bereich der Schule mit festen Wänden abtrennen, wie Architekt Christian Vogel vom Stuttgarter Büro Drei-Architekten berichtete. Während der großen Sanierung wird die Hälfte der Schüler in den Containern beim Wunnebad unterrichtet, die andere Hälfte bleibt im Schulgebäude während der Bauzeit. Sie muss Lärm und vielleicht auch Staub in Kauf nehmen, wird aber eindeutig abgetrennt vom Baugeschehen.

Die Sanierung wird nach heutigen Architektenberechnungen 17,3 Millionen Euro kosten und OB Holzwarth hofft, dass der Kostenrahmen gehalten wird. Vom Land bekommt die Stadt einen Sanierungszuschuss von 4,6 Millionen Euro, so dass die Stadt ihr für einige Jahre größtes Bauprojekt jetzt angehen kann. Eine Voraussetzung für die Sanierung war auch, dass Winnenden auf den Neubau einer Gemeinschaftsschule verzichtete.

„Eine Investition in unsere Schüler und in unsere Arbeit“

Schulleiter Jörg Steinl bekannte sich in einer Ansprache zum Gebäude: „Die Grundkonstruktion, die helle Idee des Gebäudes, gefällt mir sehr gut.“ Allerdings den Eingang hätte er gerne heller und freundlicher. Dieser Gedanke wurde von der städtischen Projektleiterin für die Schulsanierung, Susanne Liebrich, aufgenommen. Steinl blickt dem Umbau optimistisch entgegen und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den Planern. Bei der Stadt bedankte sich Steinl für die Sanierung: „Wir betrachten dies als eine Investition in unsere Schüler und in unsere Arbeit.“

Die Schule ist ein Stahlbetonbau von 1974 und 1978. Vieles muss wieder auf den Stand der Technik gebracht werden. Insbesondere wird die Schule energetisch saniert. „Wir reden heute, am heißesten Tag, über den Klimaschutz“, sagte OB Holzwarth. Die Schule bekommt eine Wärmedämmung und viel Energiespartechnik, zum Beispiel Lüftungsflügel, die nachts Kaltluft in die Schulräume lassen.


Herbst 2022 soll die Schule fertig sein

Für drei Jahre wird die Schülerschaft des Lessing-Gymnasiums auf zwei Orte verteilt. Die einen bleiben. Die anderen kommen in die Containerschule beim Wunnebad. Sie machen praktisch die gleichen Erfahrungen wie vor Jahren die Schüler der Albertvilleschule, die während des Umbaus ausquartiert wurden.

Zurzeit sind noch Schüler der Schwaikheimer Ludwig-Uhland-Schule in den Containern untergebracht. Es sind Winnender Klassen, die durch die Fusion der Robert-Boehringer-Schule zu Uhland-Schule kamen. Schon als Boehringer-Schüler waren sie in den Containern. „Im Jahr 2022 sind Sie dann alle wieder beisammen im sanierten Gebäude“, hofft OB Hartmut Holzwarth.

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