Nach unglücklichen Niederlagen TVB will sich endlich wieder belohnen

Ans Hinspiel in Minden hat der TVB keine guten Erinnerungen: Bei der 25:38-Schlappe zeigte der TVB eine ganz schwache Leistung. Foto: Olaf Luppes

Mentale Aufbauarbeit ist angesagt beim Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart nach den jüngsten deprimierenden Niederlagen mit je einem Tor. „Die haben bei den Spielern Spuren hinterlassen, das merkt man“, sagt Jürgen Schweikardt. Gegen den TSV GWD Minden an diesem Donnerstag (ab 19 Uhr im ZVW-Liveticker) hofft der Trainer auf die Rückkehr des Spielglücks – und setzt auf die Fans.

Gute Leistungen haben nicht zwangsläufig Siege zur Folge. Diese Erfahrung musste der TVB gegen die Füchse Berlin (33:34), den Bergischer HC (28:29) und den SC DHfK Leipzig (29:32) machen. Nur beim 26:24 in Melsungen wurden die Stuttgarter für ihren engagierten Auftritt belohnt. Somit finden sie sich in der Tabelle lediglich auf Rang 14 wieder. Die Platzierung sei, so versichert Schweikardt, ebenso wie der mehrmals verpasste Liga-Punkterekord, „nicht das große Thema“. Entscheidender sei, wie sich die Mannschaft präsentiere. „Und damit sind wir seit Wochen absolut zufrieden.“

Schweikardt: Hinspiel gegen Minden war vermutlich schwächstes Saisonspiel

Anfang Februar, bei der 22:33-Niederlage in Hannover, war der TVB zuletzt etwas aus der Spur. Dreimal verlor er in dieser Saison noch höher: mit jeweils 13 Toren Differenz beim 27:40 gegen Magdeburg, 19:32 gegen Kiel – und beim 25:38 gegen den Gegner an diesem Donnerstag, den TSV GWD Minden. „Das war vermutlich unser schwächstes Saisonspiel“, sagt Schweikardt. „Da haben wir uns ganz schlecht präsentiert, und bei Minden hat aber auch alles funktioniert.“ Das Spiel sei jedoch lange her, so Schweikardt, „und wir haben uns weiterentwickelt“.

Mindener Rückraum mit viel Power

Mit 16:22 Punkten gingen die Mindener in die WM-Pause, in den zehn Spielen danach sammelten sie sieben Zähler, setzten sich unter anderem in Erlangen und Gummersbach durch und klauten Göppingen beim 21:21 einen Punkt. Bei der 27:28-Niederlage zuletzt gegen Berlin zeigten sie, dass sie an einem guten Tag auch für die Top-Teams ein gefährlicher Gegner sein können.

Über enorm viel „Power“ verfüge der – länderspielerfahrene – Mindener Rückraum, sagt Schweikardt. Dalibor Doder (Schweden), Marian Michalczik (Deutschland) und Christoffer Rambo (Norwegen) erzielten im Hinspiel zusammen 23 der 38 Mindener Tore. Hinzu kommt der schwedische Linkshänder Cedric Cederholm. Der Kreisläufer Magnus Gullerud stand im norwegischen WM-Team, sein Landsmann Kevin Gulliksen ist ein pfeilschneller Rechtsaußen. „Der Kader ist unserem leicht überlegen“, sagt Schweikardt. Aber der TVB habe ein Heimspiel. „Wir werden alles investieren, um die Punkte zu behalten.“ Den letzten Heimsieg feierte der TVB am 14. Februar beim 25:23 gegen Lemgo.

Schweikardt setzt auf die Fans

Wichtig sei die Unterstützung der Fans in der Scharrena, die zuletzt gegen Berlin „außergewöhnlich“ gewesen sei, so der Trainer. „Wir wollen uns endlich wieder einmal für unsere Leistungen belohnen.“

Der TVB wird mit unverändertem Kader antreten. Es fehlt der Langzeitverletzte Robert Markotic, ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tobias Schimmelbauer. Gerade erst von einer Fußverletzung genesen, plagen den Linksaußen nun Rückenschmerzen. Verzichten müssen die Bittenfelder auf die Unterstützung von Florian Burmeister. Der Rückraumspieler, der eigentlich vorwiegend in der zweiten Mannschaft in Einsatz ist, laboriert an einer hartnäckigen Prellung im Oberschenkel.


Fürs Heimspiel gegen Minden gibt es noch rund 200 Tickets. Fürs Auswärtsspiel in Ludwigshafen am Mittwoch, 15. Mai (19 Uhr), setzt der TVB einen Fan-Bus ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr, der Bus startet um 15.30 Uhr in Bittenfeld am Vereinsheim. Kosten für Bus und Sitzplatzticket: 30 Euro (25 Euro für Studenten und 20 Euro für Jugendlichen unter 15 Jahre). Anmeldungen per Mail bis Freitag, 10. Mai, an: am@tvb1898.de.

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