Plüderhausen Floh- und Trödelmarkt lockt viele Besucher an

Bei so einem Floh- und Trödelmarkt gibt es viel zu schauen und zu überlegen. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Plüderhausen. Schallplatten, Klamotten, Antiquitäten und Gesellschaftsspiele: Dies und vieles mehr konnten die Besucher des 37. Floh- und Trödelmarktes in Plüderhausen ergattern. Viele Unternehmungslustige nutzten die Gelegenheit, bei strahlendem Sonnenschein über den Flohmarkt zu schlendern. Musikalische Unterhaltung und Bewirtung rundeten das Programm ab.

Stöbern, Feilschen und angeregte Gespräche – am Sonntag herrschte buntes Treiben auf den Straßen Plüderhausens. Beim Floh- und Trödelmarkt boten 300 private Standbetreiber von elf bis 18 Uhr ihre Gebrauchtwaren an. Die Verkaufsmeile begann in diesem Jahr schon beim Bahnhof und erstreckte sich über die Hauptstraße und die Schulstraße sowie mehrere kleine Straßen dazwischen. Die Geschäfte ergänzten mit einem verkaufsoffenen Sonntag das Angebot des Flohmarktes und boten teilweise selbst Verkaufsstände an.

Bewusst den Bahnhof ins Marktgeschehen einbezogen

„Die Gemeinde will bewusst das Areal um den Bahnhof in das Marktgeschehen einbeziehen“, erklärt Urs Donner, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Plüderhausen. Beim Pop-up-Store am Bahnhof konnten die Besucher Weine der Fellbacher Weingärtner verköstigen.

Außerdem verkaufte Familie Schumacher ihre Holzsägearbeiten im Store. An den ersten Ständen der eineinhalb Kilometer langen Meile war es zeitweise eher ruhig. „Ich war etwas kritisch, ob an dieser Stelle überhaupt jemand kommt“, meint Verkäuferin Heike zu Beginn. Jedoch sei sie positiv überrascht über die Besucherzahl.

An den Ständen auf der Hauptstraße und auf dem Marktplatz war umso mehr los, die Verkäufer waren sichtlich zufrieden. „Schallplatten und Bücher gehen wie jedes Jahr gut“, berichtet Verkäufer Tilo Baumgärtner.

Das Wetter spielt eine große Rolle beim Erfolg der Veranstaltung

„Allerdings schätzen die Leute den Wert der Waren nicht mehr, ich verkaufe jedes Jahr weniger“, sagt er. Pro laufenden Meter bezahlten die Standbetreiber zehn Euro Miete, wobei die Standlänge mindestens drei Meter betragen musste. Baumgärtner empfindet den Preis als fair. Allerdings sei es nicht so leicht, die Miete mit den Verkäufen wieder abzudecken. „Aber das ist es mir den Spaß wert“, meint er.

Die Standverkäufer zeigten sich mit der Organisation durch den HGV durchweg zufrieden. Diese hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Ordnungsamt und den ortsansässigen Vereinen stattgefunden. „Das Wetter spielt immer eine große Rolle für das Gelingen der Veranstaltung“, weiß Donner.

Über 30 Essensstände sorgten für das leibliche Wohl

Das Einzugsgebiet des Flohmarktes sei sehr groß, bei Verkäufern wie bei Besuchern. „Dank der Gartenschau kommen noch mehr Besucher aus den umliegenden Gemeinden“, so Donner. Besucherin Beate Niederberger, die aus Giengen an der Brenz angereist war, besuchte den Flohmarkt aufgrund der Empfehlung einer Freundin. Besonders gut gefalle ihr, dass man den Flohmarkt mit einem Rundgang durch den Ort verbinden könne, so Niederberger.

Für musikalische Unterhaltung sorgten die Jugend der Gemeindekapelle sowie die Musikvereine Urbach und Weitmars. Außerdem gab es Livemusik und Tanz vom Christlichen Zentrum Life. Das Theater hinterm Scheunentor zeigte eine Aufführung für Kinder. Über 30 Essensstände sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

Parkplatzsuche gestaltete sich für viele Autofahrer als schwierig

Ein Shuttlebus brachte die Besucher, die mit dem Auto angereist waren, vom Industriegebiet über die Adlerbrücke, die Mittlere Brücke und die Gleisstraße zum Flohmarkt. „Das Angebot wird von den Besuchern gut angenommen“, sagt Donner. Trotz des gut organisierten Verkehrs gestaltete sich die Parkplatzsuche für viele Autofahrer als schwierig.

Die Veranstalter waren sehr zufrieden mit dem Verlauf des Trödel- und Flohmarkts. Die traditionelle Veranstaltung werde im nächsten Jahr definitiv fortgesetzt, erklärt Donner.

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