Remshalden Fehlersuche nach Stromausfällen in Grunbach

Symbolbild. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Laut Remstalwerk lag der Fehler auch nicht am Netz, sondern am Stromanschluss einer Baustelle. „Das Netz hat keinen Fehler“, so viel konnte Remstalwerk-Geschäftsführerin Gabriele Laxander am Montag schon sagen. Ganz sei die Fehlersuche noch nicht abgeschlossen, aber man habe es auf Baustrom-Anschlüsse in dem betroffenen Gebiet eingrenzen können, in denen irgendwo ein Defekt vorliegen müsse.

Die mobilen Baustellen-Anschlüsse würden nicht dem Remstalwerk gehören. „Die gehören den Baufirmen, wir schließen die nur an“, so Gabriele Laxander.

18 Häuser waren von 20 bis 21 Uhr ohne Strom

Durch den oder die Defekte in den besagten Baustrom-Anschlüssen fielen im Bereich des Niederspannungsnetzes zunächst am Samstagabend die Sicherungen in der Trafostation in der Rosenstraße aus. 18 Häuser waren dadurch von 20 bis 21 Uhr ohne Strom. Das Gleiche passierte erneut am Sonntagabend. Wiederum waren nach der Auslösung der Sicherungen von 18.15 Uhr bis 20.15 Uhr 18 Häuser von der Versorgung abgehängt.

Zwei relativ kleine Ereignisse demnach, die in Remshalden, nach allem, was man hört, kein großes Aufsehen erregten. Anders also als bei den beiden zurückliegenden Stromausfällen dieses Jahr, die sich im Mittelspannungsnetz abspielten und bei denen teilweise über Stunden in großen Bereichen der Gemeinde kein Saft mehr da war.

Das Remstalwerk musste dafür Kritik einstecken, nachdem es schon 2018 in Kernen zu einer ganzen Reihe von Ausfällen kam, einer davon ließ viele Haushalte für bis zu sieben Stunden im Dunkeln sitzen.

Das Remstalwerk-Netz sei „nicht besser oder schlechter als woanders

Das Remstalwerk stellte nach den Kernener Ausfällen sein Krisenmanagement auf den Prüfstand. Seitdem ist zum Beispiel eine Störungsstelle rund um die Uhr erreichbar, um Betroffene, die anrufen, mit Informationen zu versorgen.

Zur Feststellung eines Ausfalls sind solche Anrufe nicht nötig, da in der Leitstelle der Stadtwerke Schorndorf, wo das Netz des Remstalwerks überwacht wird, automatisch ein Alarm losgeht, wenn etwas nicht stimmt.

Den Verdacht, das Netz des Remstalwerks in Kernen, Remshalden, Winterbach und Urbach sei marode, hat Remstalwerk-Geschäftsführerin Gabriele Laxander zurückgewiesen. Zwar schob sie die Verantwortung für Mängel erst der EnBW-Tochter Netze BW zu, von der das Remstalwerk das Netz 2017 übernommen hatte, ruderte dann aber zurück und betonte: Das Remstalwerk-Netz sei „nicht besser oder schlechter als woanders“.

Nicht immer ist ein Fehler in der Technik die Ursache

Ausfälle kämen in jedem Netz vor und die, die zuletzt aufgetreten seien, wären unter dem Vorbesitzer des Netzes, der Netze BW, genauso passiert. Außerdem betont Gabriele Laxander immer, dass das Remstalwerk viel in den Ausbau und die Erneuerung des Netzes investiere. Nach dem vergangenen Ausfall in Remshalden hat das Unternehmen nun 600 Meter Stromleitung ausgewechselt.

Und nicht immer ist ein Fehler in der Technik die Ursache. Bei dem großen Ausfall im Mittelspannungsnetz in Remshalden in Februar hat sich laut Gabriel Laxander im Nachhinein herausgestellt, dass wohl ein Vogel in eine Freileitung geflogen sein muss.

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