Winterbach Hochbauphase am Goldboden beginnt

Baustelle am Goldboden: Hier soll der Windpark entstehen. Foto: Büttner / ZVW

Winterbach.
Seit Monaten baut die EnBW schon am Goldboden oberhalb von Winterbach, doch von Windrädern ist bisher dort noch wenig zu sehen. In den kommenden Wochen werden die drei Türme der Anlagen jedoch Stück für Stück in die Höhe wachsen, bis auf die Nabenhöhe von 164 Metern. Derzeit werden laut Auskunft der Pressestelle der EnBW die Teile für den Kran auf die Baustelle gebracht, mit dem dann die Windräder montiert werden. Die ersten Betonteile könnten schon in der Woche ab dem 21. August auf den Goldboden kommen. Die Schwertransporte nehmen nach Information von EnBW-Pressesprecherin Dagmar Jordan den Weg über A 7 und B 29 und dann durch Schorndorf und Schlichten zur Baustelle unterhalb der Kaiserstraße am Goldboden. Teilweise sollen sie nachts unterwegs sein.

Windpark erst im Oktober in Betrieb

Diese Schwertransporte sind aber noch nicht die größten. Wenn mit Beton- und Stahlteilen die Türme montiert sind, kommen Maschinenhaus und Rotorblätter. Während das Maschinenhaus mit rund 60 Tonnen das schwerste Einzelteil ist, sind die Rotorblätter wegen ihrer Länge von mehr als 65 Metern die größte Herausforderung für den Transport. Es sind dafür Sattelzüge mit einer Länge von 75 Metern nötig. Die genaue Route ist derzeit laut Dagmar Jordan noch in der Abstimmung. Klar ist inzwischen jedoch, dass sie ebenfalls über A 7 und B 29 kommen werden. Voraussichtlich sollen die ganz großen Schwertransporte ab Ende September rollen. Das heißt auch: Der ursprüngliche Zeitplan der EnBW hat sich verschoben. Bislang hieß es, dass die Anlagen im September in Betrieb gehen. Jetzt sagt Dagmar Jordan: „Wir gehen fest davon aus, dass wir Ende Oktober den Windpark in Betrieb nehmen können.“ Grund für die Verschiebung ist demnach eine Baustelle auf der B 29, die einen Transport der großen Teile vor Ende September unmöglich macht.

Das letzte Teilchen Baufreigabe ist da

Die Baustelle auf dem Goldboden kann jetzt in die Hochbauphase gehen, weil die EnBW inzwischen auch das letzte Teilchen der Baufreigabe vom Landratsamt erhalten hat. Dabei ging es um die Frage Standsicherheit der beiden östlicheren Windräder. Ein Prüfstatiker musste nachvollziehen, ob die Statik-Berechnungen passen, die die EnBW für die Genehmigung des Windparks eingereicht hat. Die Statik ist ein Punkt, den die Windradgegner stark anzweifeln. Sie befürchten Rutschungen des Knollenmergels, einer sehr instabilen Gesteinsschicht, die es am Standort der Windräder gibt. Die EnBW hat für zwei der Windräder Pfähle in den Boden gerammt, die die Anlagen sichern sollen.

Abgeschlossen sind voraussichtlich in der kommenden Woche die Arbeiten zur Verlegung der Kabel vom Goldboden zur Übergabestation des Stroms im Tal. Die EnBW wird dann die Station im Westen von Winterbach an der Ostlandstraße aufstellen. Dort soll der Strom, den die Windräder liefern, ins Netz des Remstalwerks eingespeist werden.

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