Remshalden Nächtlicher Stromausfall in Remshalden

Wenn der Strom ausfällt, darf die gute alte Kerze wieder ran Foto: Pixabay
Remshalden.

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es in Remshalden einen großflächigen Stromausfall gegeben, der sich über mehrere Stunden hinzog. Laut Informationen von Remshaldenern gingen die Lichter kurz nach 23 Uhr aus. Es waren offenbar fast alle Ortsteile betroffen.  

Gleich drei Kurzschlüsse im Netz

Auslöser des Stromausfalls waren laut Gabriele Laxander, der Geschäftsführerin des Remstalwerks, drei Kurzschlüsse an verschiedenen Stellen des Netzes. Zum ersten kam kurz nach 23 Uhr auf einer Mittelspannungsleitung zwischen Winterbach und Rohrbronn. Etwa eine Dreiviertelstunde später gab es den nächsten Kurzschluss auf einer Mittelspannungsleitung zwischen der Firma Glaswerke Arnold und der Trafostation in der Banater Straße. Und zeitgleich explodierte der Endverschluss einer Leitung in einer Trafostation im Birnblütenweg in Hebsack, ebenfalls wegen eines Kurzschlusses.

Techniker machten sich sofort an die Behebung der Ausfälle. Nach einer Stunde waren laut Gabriele Laxander die ersten Haushalte wieder am Netz. Gegen 4 Uhr seien die meisten wieder mit Strom versorgt gewesen. Bei einzelnen dauerte es bis kurz vor 8 Uhr am morgen. Dafür mussten die Techniker die Stromversorgung Bereich für Bereich umschalten, um die kaputten Leitungen zu umgehen. Weil eine Trafostation betroffen gewesen sei, so die Remstalwerk-Geschäftsführerin sei das besonders aufwendig gewesen.

Ursachen noch unklar

Zu den Ursachen für die Kurzschlüsse kann Gabriele Laxander zum derzeit noch nichts sagen. Erst heute rücken Bagger an, um die kaputten Leitungen auszugraben. Die Remstalwerk-Chefin vermutet aber, dass der erste Kurzschluss die beiden nachfolgenden ausgelöst haben könnte. "Das kann durch eine Spannungserhöhung, wenn es einen Erdschluss gibt, an mehreren Stellen passieren", sagt sie.

Kann es durch die Hitze zu Kurzschlüssen kommen? Ja, sagt Gabriele Laxander, das könnte eine mögliche Erklärung sein, zumindest indirekt. "Bei Hitzewellen mit langer Trockenheit bewegt sich das Erdreich", erklärt sie. "Dann kommt es zum Beispiel auch bei Wasserleitungen verstärkt zu Rohrbrüchen." Auch Stromkabel in der Erde könnten von Erdbewegungen betroffen sein.

In den vergangenen Wochen und Monaten war es immer wieder zu Stromausfällen in Gemeinden gekommen, die durch das Remstalwerk versorgt werden. Am häufigsten war die Gemeinde Kernen davon betroffen. Ende Mai fehlte in Rommelshausen für rund zwei Stunden der Strom. Im November waren Teile von Stetten und Rommelshausen bis zu sieben Stunden ohne Strom gewesen.

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