Rommelshausen Bauarbeiten am Bahnhof begonnen

Der Parkplatz am Bahnhof Rommelshausen von oben. Foto: Habermann/ZVW (Archiv)

Kernen-Rommelshausen. Der Anfang ist gemacht: Bürgermeister Stefan Altenberger hat den Umbau des Bahnhofs Rommelshausen zur Mobilitätsstation am Dienstagmorgen mit einem symbolischen Baggerbiss eingeläutet. Der Plan ist, dass die Bauarbeiten bis Ende April abgeschlossen sind. Offen ist noch die Frage: Gibt es Fahrradboxen oder einen Bike-Tower?

Kurz nach 9 Uhr rammte Bürgermeister Stefan Altenberger die Schaufel des Baggers in den Boden neben dem Kiosk am Rommelshausener Bahnhof. „So langsam bekomme ich darin ein bisschen Erfahrung, zumindest mit Baggerbissen“, sagte er, als er aus dem Bagger ausgestiegen war, und lachte. „Schön, dass es vorangeht, dass wir die Gartenschau-Projekte fertig kriegen.“ Das Projekt „Mobilitätsstation Rommelshausen“ kostet knapp 590 000 Euro und soll Ende April fertig sein – wenn das Wetter mitspielt.

Der Umbau des Bahnhofsvorplatzes sei auch „dringend nötig“, so Altenberger. Schon lange habe die Gemeinde versucht, die Deutsche Bahn dazu zu bewegen, den Vorplatz des Bahnhofs neu zu machen – doch ohne Erfolg. Auch wäre für die Barrierefreiheit des Bahnhofs wichtig, dass die Deutsche Bahn den Bahnsteig erhöht. Denn nur dann können Menschen mit einer Gehbehinderung aus der Bahn herauskommen. Doch das wird laut Altenberger nicht geschehen – zumindest nicht vor Beginn der Remstal-Gartenschau.

Erste Arbeiten betreffen Kiosk, Taxi- und P+R-Parkplätze

Von Seiten der Gemeinde wird aber dennoch acht auf Barrierefreiheit gegeben: Der Bürgersteig, der neben Gleis 1 verläuft, soll abgesenkt werden, so dass er auch für Rollstuhlfahrer überwindbar ist. Auch wird es ein neues Blindenleitsystem geben.

Laut Gemeinde soll ein optisch großzügiges und offen wirkendes Bahnhofsumfeld geschaffen werden. Aufgeteilt werden die Arbeiten in drei Bauabschnitte, erklärt Ralf Bulling, Sachgebietsleiter Tiefbau. Diese sollen nacheinander bearbeitet werden, so dass der Nutzung des Bahnhofs nichts im Weg stehe. Am Dienstag begannen die Arbeiten am ersten Bereich, der den Kiosk und die Taxi- und P+R-Plätze einschließt. Danach geht es an die Straßenarbeiten und schließlich an den Vorplatz, also den Zugang zur Bahn.

Gestaltung soll an neu eröffnete Klosterstraße angelehnt werden

Der Kiosk, welcher sich momentan in einem grauen Container befindet, soll sich dem Farbkonzept der Remstal-Gartenschau anpassen. „Ob mit Farbe oder Banner – das ist noch nicht klar“, sagt Stefan Altenberger. Die Gestaltung wird die Gemeinde in Auftrag geben.

„Wenn man aussteigt, soll man sich wohlfühlen“, beschreibt Ralf Bulling die Idee hinter der Neugestaltung. Deshalb soll das Design des Bahnhofsvorplatzes auch an die gerade neu eröffnete Klosterstraße in Stetten angelehnt werden. Eine ebenso moderne Aufmachung sei das Ziel. Zwar würden nicht dieselben Pflastersteine genutzt, doch die modernen Leuchtstelen sollen am Bahnhof ebenfalls aufgebaut werden. „Es soll eben optisch gut aussehen“, so Bulling.

Auch soll eine gestalterische Verbindung zum Kurvenbereich der Waiblinger Straße geschaffen werden. Denn dort soll neben einem breiten Rad- und Gehweg ein Grünstreifen entstehen. Die hohe Mauer soll durch eine niedrigere ersetzt werden, die weiter von der Straße entfernt ist und somit zum Sitzen einlädt.

„Wir wollen Aufenthaltsqualität schaffen“, sagt Bulling. Deshalb sollen auch am Bahnhof Sitzgelegenheiten entstehen. Um den Baum im vorderen Bereich des Bahnhofs werde eine rechteckige Betonwand gebaut und eine Holzfläche angebracht, auf der Passanten sich niederlassen können.

Aufgrund von Lieferverzögerungen keine digitale Anzeigetafel

Am Gleis 1 entlang reihen sich Möglichkeiten, um Fahrräder abzustellen: Die Pedelec-Station, die im Mai 2018 errichtet wurde, wird zwar für die Pflasterung abgebaut, an gleicher Stelle aber wieder aufgebaut. Zusätzlich werden offene Fahrradbügel bereitstehen. Ob es außerdem Fahrradboxen oder einen Bike-Tower geben wird, ist noch unklar. Der Gemeinderat will das Thema am Donnerstagabend in einer öffentlichen Sitzung besprechen.

Eine digitale Anzeigetafel der Region Stuttgart, wo Abfahrtszeiten von Bus und Bahn aufgeführt sind, wird es nicht rechtzeitig zur Gartenschau geben. Aufgrund von Lieferverzögerungen sei der Aufbau nicht möglich. Die Gemeinde rechnet damit, dass die Anzeigetafel erst Ende des Jahres angebracht werden kann.

Boxen oder Turm?

Schon lange ein Diskussionsthema: Fahrradboxen oder Bike-Tower? Uneinigkeit herrscht bei den Parteien im Gemeinderat: Sind die Kosten zu hoch, die auf die Gemeinde zukommen? Würde ein Bike-Tower überhaupt genutzt werden?

Als dritter Tagesordnungspunkt lässt sich das Thema in der nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 7. Februar, verfolgen. Von 19 Uhr an geht es im Saal 2 des Bürgerhauses Kernen los.

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