Schorndorf Firmengebäude von Akku-Hersteller brennt

, aktualisiert am 09.04.2019 - 09:48 Uhr

Schorndorf. Zu einem Brand im Schorndorfer Industriegebiet ist die Feuerwehr am Montagabend gegen 21.30 Uhr alarmiert worden. Ein Gebäude des Akku-Herstellers „Akku Power“ in der Paul-Strähle-Straße stand in Vollbrand. Die Schorndorfer Wehr war bis in die Nacht hinein mit den Löscharbeiten beschäftigt.

„Im Moment haben wir keine Verletzten“ – diese gute Nachricht vermeldete der Schorndorfer Feuerwehr-Kommandant Jost Rube um kurz vor 23 Uhr. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die Löscharbeiten in der Paul-Strähle-Straße noch in vollem Gange – und sie dauerten bis weit über den Redaktionsschluss dieser Zeitung hinaus an.

Am Morgen meldete die Polizei: Gegen 0.30 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten (Stand 4.36 Uhr) noch an.

Rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz

Ein Produktionsgebäude der Firma Akku Power ist in Brand geraten. Die Feuerwehr wurde um 21.28 Uhr zu einem Wohnungs- und Gebäudebrand gerufen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlug Feuer aus dem Dach. Ein Innenangriff konnte nach Angaben von Kommandant Jost Rube nicht mehr erfolgen – zu groß war die Hitze in dem Stahlgebäude. Stattdessen forderten die Schorndorfer Verstärkung an – Weinstädter Kameraden rückten mit einer zweiten Drehleiter an, um die Flammen von oben einzudämmen. Aus Schorndorf waren insgesamt drei Abteilungen im Einsatz: neben der städtischen Wehr die Abteilungen aus Weiler und Schornbach. Und aus der Fellbacher Zentralen Atemschutzwerkstatt wurden die Feuerwehrleute mit Gerät und Flaschen versorgt.

Streifen- und Kriminalpolizisten mussten mit ihrer Ermittlungsarbeit warten. Die Ursache ist laut Polizei unklar, da das Gebäude bis in die frühen Morgenstunden nicht betreten werden konnte. Auf ein Fremdverschulden liegen offenbar keine Hinweise vor (Stand Dienstag 9.45 Uhr). Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. 

Löschwasser wird auf Gefahrstoffe überprüft

Die Polizei hielt per Radio Autofahrer auf der nahegelegenen B 29 zur Vorsicht an, Anwohner wurden wegen der starken Rauchentwicklung angehalten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten – „weil wir nicht genau wissen, was der Rauch beinhaltet“, sagte Kommandant Rube. Gesund sei die Rauchentwicklung bei Bränden jedoch nie. Auch das Löschwasser, das in die Kanalisation gelange, werde auf Gefahrstoffe überprüft, so der Kommandant. 

Matthias Klopfer, Oberbürgermeister der Stadt Schorndorf, war ebenfalls am Einsatzort. „Natürlich denkt man bei Akku-Technologie an Schadstoffe, man weiß, dass auch mit Säuren gearbeitet wird“, so Klopfer – die Mitarbeiter der Kläranlage seien verständigt. Er sprach von „einem der größten Brände in den letzten Jahren“. Eine SMS der Feuerwehr hatte ihn beim Abendessen erreicht. Er sei ins Industriegebiet gefahren, um mit den Verantwortlichen der Firma und seiner Wirtschaftsförderin zu sprechen, um die betroffene Firma gegebenenfalls zu unterstützen. Zu den Kunden des Akku-Entwicklers und -Herstellers gehören Großfirmen wie die Lufthansa und Airbus und Automobilhersteller wie Mercedes-Benz, Audi, Volkswagen und Porsche.

OB lobt Rettungskräfte

Der Schorndorfer Rathauschef lobte am späten Abend die Einsatzkräfte: „Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen, der Einsatz läuft sehr geordnet, sehr professionell. Wir sind froh, dass wir so eine professionelle Feuerwehr haben.“ Die Feuerwehren aus Schorndorf, Weiler, Schornbach, Weinstadt und Fellbach waren mit insgesamt 13 Fahrzeugen und 82 Einsatzkräften vor Ort. Der Rettungsdienst war vorsorglich ebenfalls mit zwei Rettungswägen und dem örtlichen Bereitschaftsdienst mit einer Gesamtstärke von zehn Einsatzkräften vor Ort.

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