Schorndorf Floriansfest der Feuerwehr

, aktualisiert am 29.04.2019 - 12:21 Uhr

Schorndorf. Regen und Kälte zu Beginn des Floriansfestes. Aber just zum traditionellen Fassanstich schien die Sonne kurz durch die Wolken, als wolle sie ihren Teil zur Anerkennung der Schorndorfer Feuerwehrleute beitragen, die, wie der Erste Bürgermeister Edgar Hemmerich sagte, „in den vergangenen Wochen bei vielen schweren Feuerwehreinsätzen unterwegs waren“. Umso mehr, so Stadtkommandant Peter Lämmle, „freuen wir uns auf zwei schöne Tage“.

Zwei Großbrände in den vergangenen Wochen (Großbrand bei "Akku Power" und Großbrand in der Göppinger Straße). Als ob das nicht genug wäre. Nein, ausgerechnet in der Nacht vor ihrem Floriansfest musste die vielgeprüften Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gleich viermal ausrücken, berichtete ein doch etwas übernächtigt dreinschauender Kommandant Peter Lämmle.

Kein Schlaf bei gleich vier Nachteinsätzen vor dem Floriansfest

„Um 10 Uhr abends war der erste Einsatz. Kaum wollten sich die Leute danach zum Schlafen legen, mussten sie um zwei Uhr früh schon wieder raus.“ Dasselbe Spiel wenige Stunden später. „Ein dritter Alarm kam um sechs Uhr morgens, von dem aus es dann direkt weiter zum vierten Einsatz ging.“ Zum Glück nichts Schlimmes. Lauter Brandmeldeanlagen und ein verdächtiger Rauch. „So was schlaucht die Kameraden schon.“ Aber so der Kommandant trocken: „Aber das sind wir gewöhnt, so Einsätze kommen, immer wenn’s nicht passt.“

Umso mehr freute sich Lämmle deshalb über den großen Zuspruch und die überwältigende Wertschätzung, die die Feuerwehr in den vergangenen Tagen durch Briefe, Mails und viele andere Anerkennungen erfahren hat.

So viele private Kuchenspenden wie noch nie

„Wir sind durch die jüngsten Einsätze sehr präsent in der Öffentlichkeit. Die Reaktionen zeigen, dass wir geschätzt werden. Das war jetzt zum ersten Mal, dass die Leute aus der Bevölkerung anfragen: Wie können wir euch bei dem Fest helfen?“ So gab es denn dieses Jahr so viele private Kuchenspenden wie noch nie.

Auch der Erste Bürgermeister, Edgar Hemmerich, sparte nicht mit Lob und fügte hinzu: „Wir sind froh, dass die Feuerwehr mit gesamter Mannschaft immer wieder gesund nach Hause zurückkam.“

Und dann gelang ihm mit zwei professionell kurzen Stößen ein geradezu unspektakulär cooler Fassanstich, der ein gelungener Auftakt zu einem Fest wurde, bei dem mal nicht die Feuer, sondern der Durst gelöscht werden durfte. Die Schorndorfer Floriansjünger und ihre Freunde, darunter viele Stadträte, haben es sich nun wahrlich verdient.


Oldtimerfreunde der Schorndorfer Feuerwehr

Die Gelegenheit ist günstig. Wer seine Sympathie und Wertschätzung für die Feuerwehr zum Ausdruck bringen möchte, vielleicht mag der auch dem Spendenaufruf des ehemaligen Stadtkommandanten Manfred Schmid nachkommen. Der nämlich ist Vorstand der 1996 gegründeten Oldtimerfreunde der Schorndorfer Wehr. Und deren Ziel ist es, so Schmid, „die alten Schorndorfer Feuerwehrautos zu erhalten, restaurieren und pflegen“. Und, sagt Schmid voller Enthusiasmus: „Unser Traum war immer eine eigene Halle, eine Art Museum, für alle unsere Fahrzeuge.“

Nachdem die Stadt dem Verein ein Grundstück im Hammerschlag zur Verfügung gestellt hat, wird dort in Eigenleistung eine Halle aufgestellt, die allen Oldtimern von 1950 bis 1990 ein Dach geben soll. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich unter Spendenportal https://heimat.volksbank-stuttgart.de/feuerwehroldtimer informieren; Voba Stuttgart IBAN DE 66 6009 0100 0023 4080 06

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