Schorndorf Gmünder Straße: Das Ende einer (zu) langen Baustelle

Die neue Ein- und Ausfahrt des Burger King birgt auch Gefahren, wie das Bild zeigt. Das dunkle Fahrzeug will in die Ran-Tankstelle einfahren und erwischt den falschen Zugang. Den nämlich, aus dem die Burger-King-Besucher rausfahren auf die Gmünder Straße. Foto: Habermann / ZVW

Schorndorf. Alles war fertig in der Gmünder Straße im Bereich von Burger King und der Tankstelle Ran. Die Löcher wieder zu, die Fahrbahn an den Stellen, wo’s notwendig war, erneuert, die Masten der Signalanlagen standen, die Richtungspfeile auf der Straße aufgemalt. Einspurig musste sich der Verkehr aber weiterhin durchquälen. Grund: Die Programmierer der Signalanlage ließen sich bitten. Und bitten. Und bitten.

Das jedenfalls sagt Herbert Schuck, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur bei der Stadt Schorndorf. Seit Montag dieser Woche gehören die zum Teil sehr langen Staus sowohl in Richtung als auch aus Urbach der Vergangenheit an. Die Programmierer der Signalanlage im Bereich Gmünder Straße/ Lutherstraße waren endlich angerückt. Noch nicht per Ampel angeschlossen ist die Hegelstraße. Das kommt noch.

Situation beim Burger King hat fast einen „politischen Hintergrund“

Schuck sagt, das, was in den letzten Wochen im Bereich Burger King und Tankstelle Ran passiert ist, habe bis zu einem gewissen Grad einen „politischen Hintergrund“. Der Besitzer von Burger King (und auch des Geländes, auf dem früher die Druckerei Rösler stand) habe vom Schnellimbiss-Konzernboss „knallharte Vorgaben“, was die Regelung der Zu- und Abfahrt betreffe. Es sei zwar klar gewesen, dass Burger King im Juli eröffne, aber besagter Grundstücks- und Schnellimbiss-Besitzer habe es „versäumt, der Stadt rechtzeitig Bescheid zu sagen“. Schuck schildert die Situation so: „Er braucht eine eigene Zu- und Abfahrt direkt auf seinem Grundstück, also eine eigene Ampel.“ Diese Probleme gebe es auch an der Einmündung der Hegelstraße in die Gmünder Straße, was aber logischerweise nichts mit dem Burger King zu tun hat. „Man kommt von der Hegelstraße nur schwer rein in die Gmünder Straße“, vor allem in Richtung Stadtmitte, sagt Schuck. Deshalb habe sich die Stadt entschlossen, auch hier eine Ampel zu installieren. Außerdem sei es vonnöten gewesen, in der Gmünder Straße Gas- und Wasserleitungen zu verlegen plus einen Kanal. Das habe man dann sozusagen in einem Aufwasch gemacht.

Morgens und spätnachmittags lange Schlangen

Dann war schon vor geraumer Zeit der Tiefbau fertig, und damit im Prinzip alles. Die Signalanlagen standen, die Absperrungen aber auch noch, die den Verkehr einspurig durch die Baustelle lotsten. Trotz Ferienzeit bildeten sich vor allem morgens und spätnachmittags längere Schlangen. Und manch einer, der aus Richtung Lorch in die Schorndorfer Innenstadt wollte oder musste, mied die Straße zwischen Urbach und Schorndorf wie der Teufel das Weihwasser (zumal die Burgstraße ja auch gesperrt ist) und nahm fast schon liebend gerne den längeren Weg über die Bundesstraße 29 und die Anschlussstelle Schorndorf-West/Stuttgarter Straße in Kauf.

Schon vor den Sommerferien hätte die Gmünder Straße laut Herbert Schuck eigentlich wieder frei befahrbar sein sollen. „Dann haben wir aber die Signalbauer nicht hergekriegt“. Die seien „zu überlastet“ gewesen, hätten sie gesagt. Dabei musste die ganz Zeit nur noch die Signalanlage programmiert werden. Kleine Ursache, großer Stau also, und das rund einen Monat lang.


Die Kosten

Die Kosten, die in der Gmünder Straße aufgelaufen sind, beziffert Herbert Schuck auf rund 100 000 Euro. Etwa ein Viertel davon gehen auf die Kappe der Stadt Schorndorf.

Den Rest, also etwa 75 000 Euro, muss der Besitzer des Areals tragen, auf dem der Burger King draufsteht.

  • Bewertung
    7
 

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!