VfB Stuttgart Schorndorfer OB Klopfer bestätigt Interesse an Präsidentenamt

, aktualisiert am 19.07.2019 - 16:11 Uhr
Matthias Klopfer. Foto: Privat

Stuttgart. Der Schorndorfer Oberbügermeister Matthias Klopfer hat auf Nachfrage der Redaktion bestätigt, dass er sich um das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart bewerben will.

Indirekt sei er zwar im Vorfeld auf eine mögliche Bewerbung angesprochen worden, die Entscheidung habe er nach dem Rücktritt von Wolgang Dietrich für sich ganz persönlich getroffen. Es sei schon seit längerem sein Wunsch beziehungsweise sein Traum gewesen, sich stärker im Sport und speziell beim VfB zu engagieren, sagte Klopfer, wissend, dass sich ihm so eine Chance kein zweites Mal bieten wird. Er sei aber, sagte der Oberbürgermeister, auch bereit, sich wieder ins zweite Glied zurückzuziehen, wenn ein Besserer komme. Selbst auf die Gefahr hin, dass es dann wieder heiße, da habe er sich mal wieder maßlos überschätzt.

>>Lesen Sie hier: Warum OB Klopfer VfB-Präsident werden möchte

Bestätigung auch auf Facebook 

Auf seinem Facebook-Account äußerte sich Klopfer am Freitag ausführlich über sein Interesse.  "Seit gestern Abend stellen mir sehr viele Menschen relativ ähnliche Fragen. Willst Du wirklich VfB-Präsident werden? Und wenn ja: Warum? Hast Du als Schorndorfs Oberbürgermeister nicht genug zu tun? Doch. Hab ich. Und ich bekleide dieses Amt auch leidenschaftlich gerne. Aber ebenso leidenschaftlich bin ich VfB-Fan, seit mich mein Vater in den 70er Jahren das erste Mal mit ins Neckarstadion genommen hat. Deshalb beschäftigt mich die aktuelle Situation des Clubs sehr. Und deshalb würde ich auch wahnsinnig gerne helfen, dass unser VfB bald wieder bessere Zeiten erlebt."

"Und um das auch noch mal in aller Deutlichkeit zu sagen: Ich würde mich gerne um das Ehrenamt des Präsidenten bewerben. Nicht um das noch zu schaffende des Vorstandsvorsitzenden. Dafür braucht es einen absoluten Fachmann, einen Profi, der aus dem Fußball kommt. Der bin ich trotz aller Stadionbesuche in den vergangenen 40 Jahren nicht. Für mich ist die wichtigste Aufgabe des künftigen Präsidenten, zu einen. Zu verbinden. Sich selbst zurückzunehmen. Und vor allem zuzuhören. Deshalb werde ich in den nächsten Wochen und Monaten viele Gespräche führen. Und zwar nicht nur in den VIP-Logen – sondern mit all den Menschen, die diesen Verein zu einem ganz Besonderen machen. Beispielsweise Fan-Vertreter und ehemalige Spieler. Ich will jeden einbinden, dem der VfB am Herzen liegt" 

"Denn eines hat die Vergangenheit doch ganz klar gezeigt: Ein Verein wie der VfB Stuttgart ist zu groß für eine One-Man-Show. Es braucht klare Strukturen und Teamwork. Und Unabhängigkeit. Diese will ich mir als Oberbürgermeister von Schorndorf auch künftig bewahren. Und sollte jetzt noch mal die verständliche Frage kommen: Ist das zeitlich überhaupt machbar: Oberbürgermeister und VfB-Präsident? Ja, ist es. Mit gutem Zeitmanagement. Mit Leidenschaft. Und vor allem den richtigen Strukturen und dem richtigen Team. Ganz sicher."



Am Donnerstag Abend hatten die Stuttgarter Nachrichten zunächst über das Interesse des 51-jährigen Kommunalpolitikers am Amt des VfB-Präsidententen berichtet. Klopfer ist Vorsitzender der Sportregion, bringt also nicht nur Verwaltungserfahrung aus der Daimlerstadt mit. 


 

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