TVB 1898 Stuttgart Der TVB hat Max Häfner im Visier

Die Ähnlichkeit ist unverkennbar: Max Häfner (mit Ball), Bruder des Nationalspielers und Ex-Bittenfelders Kai Häfner, steht auf der Wunschliste des TVB. Das Trikot passt dem Schwäbisch Gmünder: Mit einer Gastspielerlaubnis war der 20-Jährige im August vergangenen Jahres beim Saisoneröffnungsspiel des TVB gegen die Rhein-Neckar Löwen am Ball (hier gegen Patrick Groetzki). Foto: Steinemann / ZVW

Vor zehn Tagen sind die Erstliga-Handballer des TVB 1898 Stuttgart ins Mannschaftstraining eingestiegen, allerdings sind längst nicht alle Spieler voll belastbar. Drei Wochen bleiben noch bis zur ersten Partie beim Bergischen HC. Parallel basteln die Verantwortlichen am Kader. Im Visier ist Max Häfner, Bruder des Nationalspielers und Ex-TVB-Spielers Kai Häfner.

Zwei Wochen durchatmen durften TVB-Spieler nach dem immens wichtigen 28:26-Sieg am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Leipzig zum Auftakt der Rückrunde. Der Auftritt machte zwar Mut, die Ausgangsposition indes ist nicht gerade berauschend. Schließlich steckt der TVB auf dem ersten Abstiegsplatz fest.

Möglichst rasch möchte er diesen verlassen – und sollte dazu vor allem im ersten Viertel der Rückrunde Punkte sammeln. Vier Zähler aus dem Auswärtsspiel beim Bergischen HC am 11. Februar sowie den folgenden drei Heimspielen gegen den HC Erlangen, die MT Melsungen und den Fünftletzten HBW Balingen-Weilstetten sind das Mindestziel.

Auf einem guten Weg, aber noch nicht voll belastbar

Das bedeutet, die Bittenfelder müssen vom Start weg auf der Höhe sein. Die Frage indes ist, welcher Kader dem Trainer zur Verfügung stehen wird. „Der Wunschgedanke ist natürlich, beim Bergischen HC komplett antreten zu können“, sagt Markus Baur. „Das wäre das erste Mal überhaupt in dieser Saison.“

Ob die Zeit allerdings reichen wird, ist längst nicht sicher. Drei Wochen vor dem so wichtigen Auftaktmatch sind die Rekonvaleszenten Jogi Bitter, Tobias Schimmelbauer, Djibril M’Bengue und Can Celebi laut Baur zwar auf einem guten Weg. Voll belastbar jedoch sind sie noch nicht, sie steigen nach und nach ins Mannschaftstraining ein. Angeschlagen ist zudem Simon Baumgarten (Adduktoren), Michael Kraus lag ein paar Tage krankheitsbedingt flach. „Der Plan ist, dass wir Ende Januar möglichst alle wieder dabeihaben“, so Baur.

Improvisieren ist normal in dieser Phase

Auf dem Trainingsplan standen, wie immer in der Vorbereitung, zunächst vorwiegend Ausdauer- und Krafteinheiten. Nach und nach wird nun an den Feinheiten gearbeitet. Drei Testspiele sind geplant während der nächsten drei Wochen. „Das reicht, wir spielen ja auch untereinander“, sagt Baur. Dass er dabei häufig improvisieren muss, nimmt er gelassen. „Das ist normal in dieser Phase“, sagt er. „Die einen haben Verletzte, die anderen haben Spieler bei den Nationalmannschaften.“

Geschuftet wird derzeit nicht nur in der Halle und im Kraftraum, sondern auch am Schreibtisch. Weil im Januar wegen Welt- oder Europameisterschaften der Bundesliga-Spielbetrieb ruht, bleibt mehr Zeit, sich ausgiebig um die Kaderplanung für die neue Saison zu kümmern. Die Verträge von Jogi Bitter, Dragan Jerkovic, Linus Mathes, Viorel Fotache, Michael Kraus und Teo Coric laufen zum Ende der Saison aus. „Wir sind mit allen in Gesprächen“, sagt der TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt. „Es gibt aber noch nichts zu vermelden.“ Kein Geheimnis indes ist’s, dass die Vertragsverlängerungen mit den Weltmeistern Bitter und Kraus Priorität haben.

"Wir haben Interesse, ihn für die nächste Saison zu verpflichten"

Die Dienste des Göppinger Ex-Nationalspielers Manuel Späth (32) für die nächsten beiden Spielzeiten hat sich der TVB bereits gesichert. Der Kreisläufer dürfte jedoch nicht der einzige Neuzugang bleiben: Heiß gehandelt wird derzeit der Name Max Häfner. Der 20 Jahre alte Bruder des ehemaligen Bittenfelders und aktuellen Nationalspielers Kai Häfner spielt beim Baden-Württemberg-Oberligisten TSB Schwäbisch Gmünd, ist auf Linksaußen und im Rückraum einsetzbar. Mit einem Gastspielrecht war Max Häfner in der Saisonvorbereitung für den TVB schon am Ball, unter anderem im Saisonauftaktspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen im August in Schwaikheim.

„Es ist richtig, wir führen Gespräche mit Max“, sagt Jürgen Schweikardt. „Wir haben Interesse, ihn für die nächste Saison zu verpflichten.“

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