Urbach Brand in Asylheim: Schaden höher als angenommen

Die Asylbewerberunterkunft Urbach ist nach dem Brand vorerst nicht bewohnbar. Foto: Ellwanger / ZVW

Urbach.
Nach dem Brand im Wohnheim Wasenmühle deutet sich an, dass der Schaden wohl deutlich höher liegt als die von der Polizei zunächst angenommenen 150 000 Euro. Die Unterkunft ist dem Ersten Landesbeamten Michael Kretzschmar zufolge im Moment „absolut nicht bewohnbar“.

Wie das Landratsamt auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, haben in der Unterkunft ausschließlich junge Männer gewohnt, keine Frauen oder Kinder. Direkt nach dem Brand sind die Personen, wie berichtet, vorübergehend in einer Winterbacher Unterkunft untergebracht worden. Dort hatte der Kreis, der beide Wohnheime betreibt, ausreichend freie Zimmer für die 27 Personen, die in der Nacht evakuiert werden mussten.

Ob und wann die Unterkunft nutzbar ist, ist unklar

Bei den Bewohnern handelt es sich um sechs Personen aus Afghanistan, sechs aus Pakistan, zwölf aus Gambia sowie drei Personen aus dem Irak.

Noch ist völlig unklar, ob und gegebenenfalls wann die Unterkunft wieder nutzbar ist. Die Verlegung der Evakuierten in andere Unterkünfte ist jedoch bereits in vollem Gange. Das Landratsamt geht davon aus, dass bis Mitte der Woche für alle eine neue Unterkunft gefunden ist. Dabei versuchen die Verantwortlichen, Wohnraum möglichst nahe an Urbach zu finden. Sieben der Evakuierten sind demnach am Montag bereits nach Plüderhausen umgezogen.

Erster Landesbeamte schockiert über den Vorfall

Bei einer allgemeinen Pressekonferenz zum Thema Flüchtlingsunterbringung am Montag zeigte sich der Erste Landesbeamte Michael Kretzschmar sichtlich schockiert von dem Vorfall, der ersten Ermittlungen zufolge von einem Bewohner selbst verursacht wurde. „Mich schockiert, dass ein Mensch seine Wohnung anzündet, wohl wissend, dass daneben andere Menschen leben.“ Seine erste Reaktion, als er am Freitagabend vom Brand erfuhr: „Sind noch Leute drin? Gab es Verletzte oder gar Tote?“

Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte dies am Freitagabend verhindert werden.

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