VfB Stuttgart Matarazzo lässt die „jungen Wilden“ von der Leine

Nicht zu halten: Der junge Lilian Egloff entwischt Bayers Abwehrspieler Aleksandar Dragović. Foto: Pressefoto Baumann
Leverkusen.

17 Jahre, fünf Monate und 16 Tage: Während andere Teenager in diesem Alter fürs Abitur oder die Führerscheinprüfung büffeln, durfte der 17-jährige Lilian Egloff am Mittwochabend zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für die Profimannschaft des VfB Stuttgart ran. Der offensive Mittelfeldspieler wurde bei der 1:2-Niederlage der Schwaben im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen in der 79. Minute eingewechselt – und ist somit hinter Timo Werner (17 Jahre, fünf Monate, elf Tage) der zweitjüngste Debütant in der VfB-Historie.

Mislintat: „Genau der Weg, den wir gehen wollen“

Ausgehend von einer gut organisierten Defensive brachten die Schwaben den Bundesliga-Fünften mit schnellen Kontern ein ums andere Mal in Verlegenheit. Erst ein kurioses Eigentor von Torhüter Fabian Bredlow brachte den Zweitligisten auf die Verliererstraße. Trainer Pellegrino Matarazzo hatte seiner Mannschaft einen klaren Plan an die Hand gegeben und im zweiten Durchgang dann die „jungen Wilden“ von der Leine gelassen. Zunächst kam Neuzugang Clinton Mola (18 Jahre) in die Partie, dann der junge Mateo Klimowicz (19) – und schließlich auch noch Jungprofi Lilian Egloff (17). „Am Ende hatte unser Team in Leverkusen ein Durchschnittsalter von 22,1 Jahre. Das ist genau der Weg, den wir gehen wollen“, lobte Sportdirektor Sven Mislintat nach der Partie.

Den Talenten Respekt zollte auch Routinier Gonzalo Castro. Der Mittelfeldspieler, der stolze 383 Bundesligaspiele auf dem Buckel hat, war vor allem von der Reaktion nach dem Zwei-Tore-Rückstand beeindruckt: „Auch die jungen wie Mateo und Li haben es heute sehr gut gemacht und haben in der Schlussphase noch einmal Schwung reingebracht.“ Zu den eingewechselten Youngsters standen mit Roberto Massimo (19), Silas Wamangituka (20), Orel Managala (21) und Nicolas Gonzalez (21) zudem noch vier weitere junge Kicker in der Stuttgarter Startelf. Dass die junge VfB-Elf die Werkself an den Rande einer Niederlage brachte, sollte dem Team Auftrieb für die kommenden schweren Aufgaben im Aufstiegskampf in der 2. Liga geben.


Junge VfB-Debütanten

  • Timo Werner (17 Jahre, fünf Monate, elf Tage)
  • Lilian Egloff (17 Jahre, fünf Monate, 16 Tage)
  • Antonios Aidonis (17 Jahre, fünf Monate und 19 Tage)
  • Leon Dajaku (17 Jahre, sieben Monate und 27 Tage)
  • Gerhard Poschner (17 Jahre, zehn Monate und 23 Tage)
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