Waiblingen Baustart für 210 Wohnungen am Klinikareal

Das ehemalige Klinikareal in Waiblingen. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Waiblingen. Vier Jahre nach dem Abbruch des Kreiskrankenhauses ist der erste symbolische Spatenstich für das neue Wohngebiet gesetzt worden. In Halbhöhenlage und einem der größten Baugebiete in Waiblingen entstehen in mehreren Abschnitten 210 Wohnungen, und damit Platz für mehr als 400 Menschen, sowie eine viergruppige Kindertagesstätte. Baubürgermeister Dieter Schienmann hieß die künftigen Neu-Waiblinger schon mal herzlich willkommen.

Eine eingeebnete baureife Fläche liegt da, wo sich fast 140 Jahre das Kreiskrankenhaus Waiblingen befunden hatte. 2014 wurde der Standort aufgegeben, weil in Winnenden das neue Klinikum entstand. Ein Jahr später begannen die Abbrucharbeiten. In einem Wettbewerbsverfahren wurden vier Baufelder ausgeschrieben: „Neun Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Investoren beteiligten sich und legten dem Preisgericht ihre Ideen zur Neubebauung des Areals vor“, erinnerte Baubürgermeister Schienmann in seiner Begrüßung. Sieger des Wettbewerbs für die Baufelder eins und drei wurden die Siedlungswerk GmbH aus Stuttgart, zusammen mit dem Architekturbüro Ackermann und Raff. Beim Baufeld zwei und vier machte die GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau das Rennen, das größte Baufeld wird die Kreisbau selbst bebauen.

Die Baugenehmigung fürs erste Projekt ist erteilt

Im Januar 2018 begannen die Erschließungsarbeiten, seit diesem Januar sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen. „Vier Jahre nachdem der Siegerentwurf des Siedlungswerkes vorlag, stehen wir nun heute auf dem Baufeld eins … der erste Spatenstich auf dem Gelände steht an“, freute sich Schienmann. Weitere Spatenstiche werden folgen, die Baugenehmigung für das erste Projekt „Wohnen auf der Linde“ ist bereits erteilt. Ein paar Unterlagen seien noch vorzulegen, dann stehe dem Baubeginn für drei Mehrfamilienhäuser mit 45 Eigentumswohnungen nichts mehr im Wege. „Wir sind froh, dass sich die Lücke, die das alte Kreiskrankenhaus hinterlassen hat, nun Zug um Zug wieder schließen wird und wir die Neu-Waiblingerinnen und Neu-Waiblinger bald in unserer Mitte begrüßen dürfen“, sagte Schienmann.

Kindertagesstätte wird für 15 Jahre an die Stadt vermietet

Dass auf dem Krankenhausareal nun Wohnungen gebaut werden können, lobte Siedlungswerk-Geschäftsführer Norbert Tobisch als Akt besonderer Weitsichtigkeit. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt habe sich weiter verschlechtert und sei auch ein Topthema bei den Kommunalwahlen. 73 Wohnungen wird das Siedlungswerk auf dem ehemaligen Krankenhausareal bauen, 81 Miet- und Eigentumswohnungen erstellt die Kreisbau, etwa 56 die GWG. Neben den 44 überwiegend öffentlich geförderten Mietwohnungen und 37 Eigentumswohnungen baut die Kreisbau auch eine große Kindertagesstätte. Diese wird für die Dauer von 15 Jahren an die Stadt vermietet und von der Stadt selbst betrieben.


400 Menschen

Auf dem ehemaligen Krankenhausareal an der Winnender Straße bauen die Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau, die GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau und die Kreisbau insgesamt 210 Wohnungen für rund 400 Menschen. Verantwortlich für die Neuerschließung war die Kreisbau, an die der Rems-Murr-Kreis das Areal verkauft hatte.

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