Waiblingen/Schorndorf Treff-3000-Filialen werden zu Netto

Die Öffnungszeiten werden sich wohl ändern: Nettomärkte haben gewöhnlich von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Foto: Habermann / ZVW

Waiblingen/Schorndorf. Edeka gibt das Discounter-Markenkonzept „Treff 3000“ auf. Die Umwandlung in „Netto“ hat vielerorts schon begonnen. Im Rems-Murr-Kreis gibt’s zwei Treff-3000-Filialen. In jener in Schorndorf hat der Abverkauf mit Rabattaktionen begonnen und läuft bis einschließlich Samstag. In Waiblingen-Hohenacker beginnt der Abverkauf im September. Die Märkte sind dann zum Umbau geschlossen.

Filialleiter Günther Ziegler füllt gerade die Tiefkühltheke im Treff 3000 in der Benninger Straße 1 in Hohenacker mit Waren auf. „Ja, stimmt, wir werden Netto. Der (einwöchige, Anm. d. Red.) Abverkauf vor dem Umbau beginnt am 17. September. Viel mehr weiß ich auch nicht und darf Ihnen auch nicht mehr sagen. Der Umbau zu Netto wird dann wohl einige Wochen dauern.“ Seines Wissens wird sich an der Beschäftigungsstruktur nichts ändern, so Ziegler. Und: Eine seit Anfang August geschlossene Aufbackstation im Laden wird es nach dem Umbau erneut geben, nur unter anderem Namen.

In Schorndorf hat der Ausverkauf schon begonnen

In der Göppinger Straße 19 in Schorndorf hat der Abverkauf bei Treff 3000 bereits begonnen und wird bis einschließlich Samstag, 18. August, laufen, bestätigt Filialleiter Christian Meyer. Es gibt Rabatte, zum Beispiel „50 Prozent auf alle Lebensmittel, 50 Prozent auf Wein“. Auch bei den Spirituosen sind Preissenkungen in Kraft. Meyer sagt, in Schorndorf werde sich an der Beschäftigungsstruktur nichts ändern. Lediglich die Öffnungszeiten würden nach dem Umbau und der Umwandlung in eine Netto-Filiale kundenfreundlicher. Jetzt ist noch von 8 bis 20 Uhr geöffnet, für die Kunden der künftigen Netto-Filiale verlängert sich das Zeitfenster für ihre Einkäufe um zwei Stunden: 7 bis 21 Uhr.

Die Wiedereröffnung der Treff-3000-Filiale in Schorndorf als Netto sei für den 27. September geplant, sagt Meyer. Nach Adam Riese dauert der Umbau demnach fünfeinhalb Wochen. Zudem wird eventuell eine eigene Backstation im Innern des Netto der angeschlossenen Bäckerei Wiedmaier Konkurrenz machen.

Netto: Wir beschäftigen alle Mitarbeiter weiter

„Liebe Kunden, derzeit bauen wir unser Filialnetz umfangreich um. Finden Sie hier die aktuellen bestehenden Treff-3000-Märkte“ steht auf der Internetseite des Unternehmens Edeka Südwest in 77855 Achern. Die Treff-3000-Filialen konzentrieren sich in den Bundesländern in Baden-Württemberg und Hessen. Einige gibt es auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Man muss schon in Achern nachfragen, um mehr zu erfahren.

„Wir haben zum 1. August 2018 die Hälfte der 160 Treff-3000-Discount-Märkte an Netto Marken-Discount mit Unternehmenszentrale in Maxhütte-Haidhof abgegeben“, erläutert Edeka-Pressesprecherin Isabell Schönhuth. Netto ist ein weiteres Edeka-Tochterunternehmen, das damit sein Filialnetz im Südwesten Deutschlands weiter ausbaue. Im Rahmen der Integration der Treff-3000-Standorte in sein bundesweites Filialnetz beschäftige Netto alle rund 600 Treff-3000-Mitarbeiter weiter, sagt Isabell Schönhuth.

Mit dieser Filialintegration werde die Nahversorgung vor Ort weiter ausgebaut: So umfasse das Netto-Konzept eine größere Lebensmittelauswahl als an den bisherigen Standorten von Treff 3000: „Circa 1000 Artikel mehr, breiteres Sortiment im Bereich Molkereiprodukte, Obst und Gemüse, SB-Fleisch und -Wurst“, listet Isabell Schönhuth als Beispiele auf.


Das Ende von Treff 3000, der Anfang von ...

„Treff 3000 wird nicht länger als Marke beziehungsweise Vertriebsschiene geführt, stattdessen erfolgt die Konzentration auf das Kerngeschäft, die Vollsortimentsmärkte unter nah und gut, Edeka, E-Center und Marktkauf“, erläutert Edeka-Pressesprecherin Isabell Schönhuth. Die bei der Edeka Südwest verbleibenden Treff-3000-Märkte würden sukzessive von einem Discounter- auf ein Nahversorger-Konzept umgestellt.

Netto ermöglicht mit dem Kauf der Treff-3000-Standorte, so auch in Hohenacker und Schorndorf, „eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit dieser Märkte und schafft als sicherer Arbeitgeber mit diesem Schritt eine langfristige Perspektive für die Mitarbeiter vor Ort“, sagt Isabell Schönhuth.

Die Lebensmittel-Zeitung (www.lebensmittelzeitung.net) hat bereits im Juni über mögliche Hintergründe berichtet, die Isabell Schönhuth weder bestätigt noch dementiert: „Die Regionalgesellschaft Edeka Südwest will kein eigenes Discount-Geschäft mehr betreiben. Im Zuge dessen wird laut LZ-Informationen etwa die Hälfte der regionalen Treff-3000-Märkte in das Netz von Netto Marken-Discount integriert. Für die restlichen Treff- 3000-Märkte entwickelt Edeka Südwest ein eigenes Kleinflächenkonzept. Details sind noch nicht bekannt. Klar aber ist, dass dem Vernehmen nach kein Verkauf von Filialen geplant ist. Die Regionalgesellschaft äußert sich auf Anfrage nicht zu den Plänen.“


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