Waiblingen Unverpacktladen sucht Räume

Seifen und Shampoo-Stücke: Auch Kosmetik wird unverpackt verkauft. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Waiblingen.
Die Idee hat in Waiblingen eingeschlagen, der Plan steht fest: Martina Mohr (56) möchte in der Waiblinger Innenstadt einen Unverpacktladen eröffnen. Anfang Dezember hatte die Waiblinger Kreiszeitung berichtet, dass die Neu-Unternehmerin in den kleinen Laden an der Passage zwischen der früheren Bäckerei Haag und dem ehemaligen Messerschmied Eisele einziehen will und derzeit an ihrem Business-Plan arbeitete. Inzwischen ist der Business-Plan abgeschlossen, doch ansonsten hat sich an Martina Mohrs Unverpackt-Projekt einiges verändert.

„Ich habe eine Partnerin dazugekriegt“, berichtet Mohr, die das Projekt bis vor kurzem noch allein stemmen wollte. Ihre Partnerin habe sich mit der Idee seit langem beschäftigt und selbst schon die Zusage für einen Unverpacktladen gehabt. Dann sei sie aber schwanger geworden. Nun gehen die beiden Frauen das Projekt gemeinsam an. Den Business-Plan haben sie überarbeitet, so dass er auf beide Partnerinnen zugeschnitten ist, ein Logo für ihr neues Geschäft gefunden. Nun aber wurden die Unternehmerinnen unversehens ausgebremst.

Es soll in der Kernstadt sein

Das kleine und verwinkelte Geschäft an der Passage, mit dem sie schon fest geplant hatten, wurde nun doch anderweitig vermietet. Einziehen wird eine Kosmetikerin, die Arbeiten im Laden sind schon in vollem Gange. Für die beiden Unverpackt-Chefinnen bedeutet das, dass sie weitersuchen müssen. „Wir bekommen viele Vorschläge“, sagt Martina Mohr. Gepasst habe aber noch keiner. Ein Geschäft auf der Korber Höhe erschien zu weit, ein Lädchen in der Kernstadt zu klein, Büros oder ein Gewölbekeller zu abgelegen. „Der ursprüngliche Standort war toll“, seufzt Martina Mohr. „Mit seiner Lage an der Fußgängerzone und so dicht am Marktplatz.“ Überstürzen wollen die beiden Frauen nichts. Auch wenn die Eröffnung auf März geplant war – „wir nehmen nicht das Erstbeste“, betont Mohr. Gut sichtbar und mitten in der Waiblinger Innenstadt stellen sie sich ihren ersten Waiblinger Unverpacktladen vor.

In der Zwischenzeit sei der Business-Plan von der Kreissparkasse abgesegnet worden. Bei der IHK hätten sie Kurse zu Gesundheitsvorschriften, Hygiene, Buchhaltung und Controlling besucht. Auch am Konzept haben sie noch gefeilt. Das Stuttgarter Rudolf-Sophien-Stift soll Suppen und Smoothies liefern, die als Snacks aus dem Glas verkauft werden sollen. Dazu sollen Kuchen, Cup-Cakes und Energyballs kommen und natürlich die lange Palette der Waren aus den Unverpacktläden. Anders als in normalen Geschäften werden dort nur offene Lebensmittel wie Nudeln, Reis und Getreide, Müsli, Linsen, Nüsse und Kaffee verkauft.


Vorstellen will sich das Team des Unverpacktladens bei der Remsputzete am 14. März mit einer eigenen Putztruppe. Wer dabei mitmachen will, kann sich bis 2. März per Mail an die Adresse unverpackt@bohne-waiblingen.de wenden.

  • Bewertung
    15
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

Heute in Ihrer Tageszeitung

Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!