Weinstadt Neues Wohngebiet für Schnait

Ein Luftbild von Weinstadt-Schnait. (Archivfoto) Foto: Habermann / ZVW / Archiv

Weinstadt-Schnait. Sie soll rund 80 Menschen ein neues Zuhause geben: Für die Furchgasse in Schnait wird gerade ein Bebauungsplan entwickelt. Erschlossen werden soll das 12 200 Quadratmeter große Areal 2020, parallel werden dann auch die Bauplätze verkauft. Einen Teil der Grundstücke hat die Stadt schon – und beim Rest wird gerade verhandelt.

Es wird nicht nur in Endersbach neu gebaut: Ganz bewusst unterstützt die Stadt auch die Baulandentwicklung in anderen Weinstädter Ortsteilen – wie zum Beispiel aktuell in der Furchgasse in Schnait. Ein 6700 Quadratmeter großes Grundstück am Ortsrand Richtung Baach konnte die Stadt bereits 2018 kaufen, nachdem die dortigen Eigentümer im Vorfeld gemeinsam auf die Verwaltung zugingen.

Ein danebenliegendes, rund 5500 Quadratmeter großes Areal will Weinstadt ebenfalls erwerben. „Da befinden wir uns auf einem guten Weg, alles im Rahmen des Aufkaufmodells“, sagt Karlheinz Heinisch, der Leiter des Liegenschaftsamts.

Verwaltung verspricht bezahlbaren Wohnraum

Das Aufkaufmodell beschloss der Gemeinderat bereits 2013: Es besagt, dass Baugebiete nur noch entwickelt werden, nachdem sich alle Grundstücke im Eigentum der Stadt befinden. So sollen unter anderem Bauplatzpreise bezahlbar bleiben. Den zweiten Abschnitt braucht die Stadt wegen des Bedarfs an Wohnungen, aber auch wegen der besseren Auslastung der Erschließung. Laut Stadtplanungsamtsleiterin Amrit Schliesing rechnet es sich nämlich, wenn auf beiden Seiten der neu zu bauenden Straße Wohnhäuser stehen.

Noch haben die Stadträte nicht festgelegt, welche Bebauung die Furchgasse bekommt. Klar ist laut Amrit Schliesing aber schon, dass es im Gegensatz zur Halde V in Endersbach wohl keinen Geschosswohnungsbau geben wird. Vorstellen kann sie sich eher Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser. Pro 10 000 Quadratmeter Fläche kalkuliert die Stadt in Schnait mit 60 bis 70 Einwohnern, also weniger als bei der Halde V in Endersbach, bei der es 90 bis 100 sind. Das macht bei 12 200 Quadratmetern Fläche ungefähr 80 neue Bewohner. Die Grundstückeigentümer in der Furchgasse, die an die Stadt verkaufen, haben übrigens ein Rückkaufsrecht, nachdem das Grundstück durch die Stadt erschlossen wurde. Sie können sich also den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen.

Alle anderen können sich frühestens 2020 um einen Bauplatz bewerben. Stadtplanungsamtsleiterin Amrit Schliesing und Liegenschaftsamtsleiter Karl-Heinz Heinisch versprechen bezahlbaren Wohnraum. Die Preise werden jedenfalls unter denen fürs Wohngebiet Halde V in Endersbach liegen – was natürlich vor allem auch dadurch zu erklären ist, dass Schnait keinen S-Bahn-Anschluss hat und Endersbach eben schon.

Amtsleiterin: Kein Eingriff ins Landschaftsschutzgebiet

Probleme mit dem angrenzenden Landschaftsschutzgebiet gibt es nach Darstellung der Stadt nicht. Amrit Schliesing betont, dass nach wie vor genug Abstand bestehe. „Wir greifen nicht ins Landschaftsschutzgebiet ein.“


Neues Verfahren

Bei allen neuen Baugebieten möchte die Stadt Weinstadt ein neues Verfahren zur Bauplatzvergabe nutzen – und zwar mit Hilfe der Onlineplattform www.baupilot.com.

Laut Liegenschaftsamtsleiter Karlheinz Heinisch wird Weinstadt beim Endersbacher Neubaugebiet Halde V damit beginnen und das System auch für die Furchgasse in Schnait verwenden.

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