Windpark am Goldboden Letzter Rotorblatt-Transport zum Goldboden

Am Donnerstag (14.12.) wird das letzte Rotorblatt zum Goldboden transportiert. Foto: Habermann / ZVW

Winterbach. Ein letztes Mal ist der Selbstfahrer mit einem Rotorblatt-Koloss an diesem Donnerstag noch durch Schorndorf unterwegs. Oben am Goldboden läuft derweil die Inbetriebnahme des ersten Windrads. Die Montage der letzten noch fehlenden Anlage wird wohl erst kommende Woche stattfinden.

Was sich normalerweise jeder Windparkbetreiber wünscht, das hält derzeit die Baustelle am Goldboden auf: Weil der Wind zu stark bläst, kann die Montage des letzten der drei Windräder nicht weitergehen. Es fehlen noch die beiden Turmteile für die letzten rund 60 Meter, das Maschinenhaus, die Nabe und die Rotorblätter. Frank Ruppersberg, der Bauleiter der Firma Nordex, sagt: „Wir werden diese Woche nicht mehr errichten können“. So wie es momentan aussehe, könne der Aufbau des letzten Windrads am Montag weitergehen. Das könne sich aber noch ändern, eine langfristige Prognose sei schwierig.

Noch offen, wann sich das erste Windrad dreht

Währenddessen läuft bei der ersten Anlage, der östlichsten der drei, die Inbetriebnahme mit dem Anschluss an das Stromnetz. Wann genau es so weit sein wird, dass sich das erste Windrad am Goldboden dreht und Strom liefert, ist derzeit jedoch noch offen. Es könne sein, sagt EnBW-Projektleiter Tobias Borde, dass es diese Woche noch klappe, vielleicht aber auch erst Anfang kommender Woche. Alles hängt natürlich davon ab, ob der Wind stark genug weht. Das wäre diese Woche der Fall, für kommende Woche ist laut Borde eher Windstille angesagt – was dann zwar für den Aufbau des letzten Windrads gut wäre, die Inbetriebnahme des ersten und die Erzeugung der ersten Kilowattstunde Strom aber verzögern würde.

Plan: Vor Weihnachten zwei Anlagen in Betrieb haben

Michael Soukup, Teamleiter in der Windkraft-Projekt-Entwicklung der EnBW hatte sich Anfang Dezember noch aus dem Fenster gelehnt und gesagt: „Alle Weihnachtsbäume in Winterbach werden mit dem Strom von hier leuchten.“ Damit wird er wohl auch recht behalten. Die Frage ist nur, ob die Bäume bereits an Weihnachten mit Windstrom leuchten oder in den Tagen danach. Der Plan sei nach wie vor, so sagt Frank Ruppersberg von Nordex, vor Weihnachten zwei Anlagen in Betrieb zu haben und die dritte bis Jahresende.

Einspeisevergütung nur wenn alle drei Anlagen noch 2017 laufen

Wichtig ist für die EnBW, dass alle Anlagen noch in diesem Jahr mindestens eine Kilowattstunde Strom produzieren und ins Netz einspeisen. Nur bei den Anlagen, bei denen das der Fall ist, gibt es für den Windstrom eine Einspeisevergütung nach der alten Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Der EnBW geht jedenfalls viel Geld durch die Lappen, wenn es dieses Jahr nicht mehr mit allen Anlagen klappt.

Zum letzten Mal Verkehrsbehinderungen durch den Rotortransport

An diesem Donnerstag, so viel steht jedenfalls fest, gibt es zum letzten Mal durch den Transport eines Rotorblatts Verkehrsbehinderungen auf folgender Strecke und den angrenzenden Straßen: in Schorndorf auf Gmünder Straße, Feuerseestraße, Uhlandstraße, Krummhaarstraße und Schlichtener Straße, in Schlichten auf der Schurwaldstraße, danach auf der Kaiserstraße. Das Spezialfahrzeug mit dem Rotorblatt ist ganz grob im Zeitraum zwischen 8.30 und 13 Uhr unterwegs, an den meisten Tagen war es jedoch immer vor 11.30 Uhr am Ziel.


Vom Transport des ersten Rotorblattes durch Schorndorf und Schlichten zum Goldboden haben wir live berichtet. Den Liveblog gibt es hier zum Nachlesen.

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