Windpark Goldboden Die letzten drei Schwertransporte stehen an

Geplant ist, dass am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in dieser Woche jeweils einer der 65 Meter langen Flügel auf die Straße geht. Foto: Edenberger / ZVW

Winterbach.
Der weitere Verlauf der letzten Transporte zum Windpark am Goldboden hängt weiter stark vom Wetter ab. Die einzigen Teile, die noch fehlen, sind die drei Rotorblätter für das mittlere der drei Windräder. Sie liegen seit der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag am Zwischenlagerplatz am Schorndorfer Ortsrand in der Gmünder Straße bereit.

Geplant ist, dass am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in dieser Woche jeweils einer der 65 Meter langen Flügel auf die Straße geht. Das Spezialfahrzeug dafür stand über das Wochenende oben auf der Baustelle. Es macht sich im Laufe des Montags auf den Weg nach unten zum Umladeplatz in der Gmünder Straße. Der sogenannte Selbstfahrer wird auch ohne Ladung nicht besonders schnell unterwegs sein, die Polizei begleitet ihn und sperrt die entsprechenden Straßenabschnitte, so dass mit kleineren Verkehrsbehinderungen in einem überschaubaren Zeitraum von etwa einer Stunde zu rechnen ist.

Verkehrsbehinderungen zwischen 8.30 Uhr und 13 Uhr

An den Tagen, an denen die Rotorblätter transportiert werden, kommt es grob im Zeitraum zwischen 8.30 und 13 Uhr zu Verkehrsbehinderungen auf folgender Strecke und den angrenzenden Straßen: in Schorndorf auf Gmünder Straße, Feuerseestraße, Uhlandstraße, Krummhaarstraße und Schlichtener Straße, in Schlichten auf der Schurwaldstraße und schließlich auf der Kaiserstraße Richtung Manolzweiler bis zur Baustelle am Goldboden.

An den meisten Transporttagen waren die Rotorblätter schon vor 11.30 Uhr an der Baustelle angekommen und die Straßen wieder frei. Anders sah es beim ersten Rotorblatt aus, als sich der Ablauf erst noch einspielen musste, ebenso am vergangenen Mittwoch, als der Selbstfahrer erst kurz vor 13 Uhr mit dem Flügel auf der Baustelle war. Der Grund für die Verspätung am Mittwoch war laut Silvio Rockinger von der Firma Wörmann-Team, die die Transporte begleitet, „viel Verkehr“. Die Polizei ist nach der ersten Fahrt mit dem Flügel dazu übergegangen, Pausen einzulegen und die sich hinter dem in Schrittgeschwindigkeit vorankriechenden Selbstfahrer anstauenden Kolonnen überholen zu lassen.

Busse verspätet: Schüler mussten Geduld haben

Das half jedoch offenbar den Schulbussen nichts, die auf der Linie 262 zwischen der Waldorfschule Engelberg und dem Filstal verkehren. Zwei Busse hatten am vergangenen Mittwoch offenbar teils starke Verspätung. Die Schüler, die in Richtung Lichtenwald und Reichenbach nach Hause wollten, brauchten Geduld. Wie ein Vater unserer Zeitung berichtet, nahm einer der blockierten Busfahrer die Sache mit Humor. Er bespaßte demnach seine Fahrgäste mit Musik und die Kinder durften „Sonderdurchsagen“ machen.

Nach Aussage der beteiligten Stellen liegen die Probleme nicht am fehlenden Informationsfluss, sondern sind während der Transporte schlicht nicht ganz vermeidbar. Immerhin ist das Ende absehbar. Michael Soukup, der Verantwortliche der EnBW für die Windkraftprojekte in Baden-Württemberg, hat die Erfahrung gemacht, dass die Leute größtenteils sehr geduldig sind: „Ich denke, dass es etwas Einmaliges ist, das stimmt vielleicht auch ein bisschen milde.“

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