Winterbach Goldboden: Windpark wird später fertig

Symbolbild. Foto: Zürn, Büttner; Montage: Büttner / ZVW

Winterbach. Erst Ende Oktober können laut EnBW die wichtigsten Teile für den Windpark am Goldboden angeliefert werden: Maschinenhaus und Rotoren. Für sie sind gigantische Schwertransporte nötig. Währenddessen sind bereits die Türme für zwei der Windräder auf stattliche Höhe angewachsen.


Alle Fragen und Antworten zum Windpark Goldboden gibt es unter www.zvw.de/goldboden


Seit Anfang September sind bereits Schwertransporte über die B 29 sowie durch Urbach, Schorndorf und Schlichten in Richtung Goldboden unterwegs. Sie bringen die Betonschalen, aus denen die Türme der EnBW-Windräder montiert werden. Mittlerweile sind zwei der Türme bis zu einer Höhe von rund 100 Metern fertiggestellt und ragen deutlich sichtbar über die Bäume hinaus. In dieser Woche stapelt der ebenso hohe Kran die Teile des dritten Turms aufeinander. Für die weitere Montage kommt dann ein 180 Meter hoher Kran auf die Baustelle und setzt zunächst aus Stahlteilen den Rest der Türme auf 164 Meter Nabenhöhe zusammen.

Riesentransporte erst Ende Oktober

Die entscheidenden Teile sind danach jeweils das Maschinenhaus und die 65 Meter langen Rotorblätter für die drei Windräder, die eine besondere logistische Herausforderung darstellen. Die Rotorblätter kommen ebenfalls über die B 29 und werden dann umgeladen auf Spezialfahrzeuge, die der Fahrer per Fernbedienung steuert. Sie dürfen wegen der Fernsteuerung nur tagsüber unterwegs sein und werden in Schrittgeschwindigkeit durch die Straßen kriechen. Die EnBW geht nach neuestem Stand davon aus, dass die Riesentransporte erst Ende Oktober unterwegs sind.

Baustelle auf der B 29 dauert länger

Ursprünglich wollte der Energiekonzern seine Windräder ja schon im September in Betrieb nehmen. Dann hieß es, die Schwertransporte für die Rotoren können erst Ende September fahren, weil dann die Baustelle auf der B 29 bei Urbach beendet ist. Diese ist wohl einer der Knackpunkte für die Transporte. Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass die Baustelle dort bis Ende Oktober weitergeht und die Fahrbahn bis dahin einspurig bleibt. Ob diese Verlängerung der Grund ist, dass es mit den Schwertransporten noch etwas später wird, hat die EnBW aktuell nicht mitgeteilt.

Transportroute noch nicht ganz klar

Welche Route die ganz großen Schwertransporte von der B 29 aus nehmen, steht laut EnBW nach wie vor nicht exakt fest. Die bisherigen Transporte mit den Betonteilen nehmen diese Route: von der B-29-Abfahrt Urbach durch die Wasenstraße in Richtung Schorndorf, dort weiter durch Gmünder Straße, Feuerseestraße, Uhlandstraße, Krumhaarstraße, Schlichtener Straße und in Schlichten auf Schurwaldstraße, schließlich über die Kaiserstraße zur Baustelle. Die EnBW hat zugesagt, rechtzeitig zu informieren, sobald die genaue Route für die großen Transporte Ende Oktober feststeht.

Genehmigung der Schwertransporte ist komplex

Die Genehmigung der Schwertransporte für die Windradteile ist für das von der EnBW beauftragte Transportunternehmen ein komplexes Unterfangen. Es muss sich entlang der Strecke mit verschiedenen Straßenbaulastträgern auseinandersetzen, also den Behörden, die für den jeweiligen Streckenabschnitt zuständig sind. Für die innerörtlichen Straßen in Schorndorf ist das die Stadtverwaltung. Diese stimmt mit dem Transportunternehmen die Route ab und erteilt dafür bestimmte Auflagen.

Landratsamt erteilt Genehmigung

So machen es auch die anderen Behörden. Alle leiten dann ihre Zustimmung – oder auch ihre Ablehnung, wenn man sich nicht einigen konnte – mit den Bedingungen dafür weiter an das Landratsamt am Sitz des Transportunternehmens. Dieses ist letztendlich für die Erteilung der Genehmigung zuständig. Es prüft alle eingegangenen Stellungnahmen und ob die allgemeinen Auflagen für Schwertransporte eingehalten sind.

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