Remstal-Lauf in Winterbach Johannes Großkopf läuft allen davon

Johannes Großkopf hat – mal wieder – den Remstallauf in Winterbach gewonnen. Der Läufer vom Spardateam Rechberghausen lag im Hauptlauf über zehn Kilometer in 33:33 Minuten fast drei Minuten vor dem Rest des Feldes. Schnellste Frau war – auch nicht zum ersten Mal– Anja Carlsohn von der SV Remshalden in 41:50 Minuten.

Die Winterbacher standen beim 26. Remstallauf vor besonderen Herausforderungen. Das Stadion wird renoviert, der gewohnte Start-/Zielbereich fiel aus. Das erforderte einige Änderungen bei der Planung und „mehr Aufwand, als wir dachten“, wie Abteilungsleiter Sven Rieger zugibt. 25 Jahre lang war alles eingespielt, jetzt vieles anders.

„Wir mussten auch die Strecke ändern, und da wird man doch ein bisschen nervös.“ Zudem musste der ursprüngliche Termin (29. April) noch einmal verlegt werden. Das führte – trotz besten Wetters – wegen Kommunion und anderen Laufveranstaltungen zu insgesamt weniger Teilnehmern als früher (702, beim Jubiläumslauf 2017 beispielsweise waren es knapp über 800).

Die Winterbacher nahmen das aber gern in Kauf, denn zum ursprünglich ins Auge gefassten Termin hätte wegen der Konfirmation ein Großteil der Helfer gefehlt. Und ohne die findet nun mal kein geordneter Lauf statt. Aufregung am frühen Morgen Die Helfer hatten in der ungewohnten Umgebung nahe der Sporthallen einige Probleme.

Schon am frühen Morgen, da in der Nacht die Aufbauten umgeworfen und teilweise kaputtgemacht worden waren. Und später im Zielbereich brauchte es hohe Konzentration, um flugs alle Nummern der Läufer zu erfassen und den engen Einlaufbereich wieder frei zu bekommen. Auch so mancher Läufer war verunsichert: Der Winterbacher Jörg Plessing zum Beispiel: „Wo isch’s Ziel? Bin i schon durch?“

Als Plessing als Neunter in 39:00 Minuten einlief, gab Sieger Johannes Großkopf bereits Interviews. Schon nach der ersten Runde hatte er einen Riesenvorsprung gehabt, so dass man sich fragen musste: Wo sind die andern? Haben die sich verlaufen? Großkopfs Erfolgsrezept: „Ich trainiere gerade weniger, und wenn ich lauf’, dann mit meinem Vater, also langsamer.“ So habe er denn im Rennen deutlich mehr Energie zur Verfügung.

Dass er in der Woche zuvor auch noch mit dem Rad gestürzt ist, geschenkt … Der Sprecher sprach auf jeden Fall von einer „gigantischen Zeit“. Auf Platz zwei kam Arsim Bairami (Weinstadt/Sport-Schwab-Team) in 36:25 Minuten, Dritter wurde – wie später auch über fünf Kilometer – Bernd Ruf aus Aalen (37:02).

Schnellste Frau war Anja Carlsohn (SV Remshalden) in 41:50 Minuten (und später auch über fünf Kilometer) vor Silva Weist (VfL Winterbach; 42:23) und Andrea Bulling (TSF Welzheim; 43:08). Über fünf Kilometer siegte Pascal Remmele (VfL Winterbach) bei den Männern in 17:49 Minuten vor Manuel Leder (VfL Winterbach; 18:11) und Bernd Ruf (Aalen, 18:28).

Schnellste Frau war Anja Carlsohn (Remshalden) in 20:49 Minuten vor Beatrice Mayer (SG Weinstadt; 21:13) und Alina Feuerbacher (SG Schorndorf; 22:01) Sven Rieger war am Ende sehr zufrieden mit der Ersatzlösung.

Die brachte auch etwas Gutes. Läufer und Besucher hatten auf der Freifläche vor der Halle viel Platz und einen Spielplatz in der Nähe. Aktive Läufer waren es zwar weniger als erwartet, aber bei den Kindern, so Rieger, werden es von Jahr zu Jahr mehr.

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