Winterbach/Schorndorf Windpark: Die Rotorblätter kommen

Die Türme stehen, jetzt kommen die Räder. Foto: Habermann / ZVW

Winterbach/Schorndorf.
Mit mehrwöchiger Verzögerung kommen nun die entscheidenden Teile für den Windpark Goldboden: die großen, oberen Turmsegmente für die drei Windräder der EnBW, das Maschinenhaus und die Rotorblätter. Laut Auskunft der Schorndorfer Stadtverwaltung sind die Transporte für die kommende Woche eingeplant. Ein genauer Termin sei noch nicht bekannt. Auch die EnBW gibt an, dass die genauen Tage für die Transporte noch nicht feststünden.

Windradteile verlassen B 29 in Urbach

In dieser Woche werden am Schorndorfer Ortseingang von Urbach her kommend die Vorbereitungen für die Schwertransporte getroffen. Dort soll auf einem Feld rechts der Straße ein Umladeplatz entstehen. Die Windrad-Teile verlassen die B 29 an der Anschlussstelle Urbach und werden dann am Schorndorfer Ortsrand auf Spezialtransporter umgeladen.

Größere Verkehrsbehinderungen erwartet

Vor allem die rund 65 Meter langen Rotorblätter sind eine logistische Herausforderung. Sie werden auf sogenannten Selbstfahrern durch Schorndorf rollen, ferngesteuerte Transportfahrzeuge, die sich in Schrittgeschwindigkeit bewegen. Da sie nur bei Tageslicht unterwegs sein dürfen, ist mit größeren Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Route bleibt laut Stadtverwaltung Schorndorf die gleiche wie für die Turmteile aus Beton, die in den vergangenen Wochen bereits zur Baustelle unterwegs waren: durch Gmünder Straße, Feuerseestraße, Uhlandstraße, Krummhaarstraße, Schlichtener Straße und im Ortsteil Schlichten die Schurwaldstraße. Über die Kaiserstraße in Richtung Manolzweiler erreichen die Transporte dann die Baustelle am Goldboden.

100 Turm-Meter stehen schon

Ursprünglich wollte die EnBW ihren Windpark oberhalb von Winterbach bereits im September in Betrieb nehmen. Schon länger stehen die Türme bis auf etwa 100 Meter Höhe. Am Ende sollen die Windräder eine Nabenhöhe von 164 Metern haben. Mehrfach hat sich nun aber die angekündigte Anlieferung der Riesenteile wie der Rotoren verzögert. Unter anderem hing die Verzögerung laut EnBW-Pressesprecherin Dagmar Jordan an der Baustelle auf der B 29, die bei Urbach die Fahrbahn auf eine Spur verengte und die deutlich länger dauerte als geplant. Daneben hätte das komplexe Abstimmungsverfahren eine Rolle gespielt, in dem verschiedene Stellen wie Polizei, Stadtverwaltung oder Landratsamt beteiligt seien. Jordan geht allerdings weiter davon aus, dass der Windpark am Goldboden noch in diesem Jahr in Betrieb geht.

Alle Fragen und Antworten zum Windpark gibt es unter www.zvw.de/goldboden

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