Winterbach Windradflügel am Goldboden mit Riesensäge zerlegt

Mit einer Spezialsäge wird das Rotorblatt zerlegt. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Winterbach.
Der Aufwand für den Transport des rund 65 Meter langen und etwa 16 Tonnen schweren Rotorblatts war immens. Runter vom Windpark Goldboden kommt er weitaus unspektakulärer, nämlich in deutlich kleineren Einzelteilen. Mit einer Spezialsäge, die an einen Bagger montiert war, haben Arbeiter am Donnerstag das Rotorblatt zerlegt, das in der Woche zuvor per Kran vom mittleren der drei Windräder geholt wurde.


Der Windrad-Flügel war nach einem Unfallschaden rissig und wurde gegen einen neuen ausgetauscht. Eine Aktion, die nicht so oft vorkommt, sehr selten geht so ein Rotorblatt vor Ende der Laufzeit kaputt. Manchmal gibt es Blitzschäden. In diesem Fall war es eine Folge eines Unfalls, der schon beim Transport im Dezember 2017 passiert ist.

Material wird wiederverwendet

Das Rotorblatt besteht zum größten Teil aus Glasfaser mit einem geringen Anteil Kohlefaser. Die abgesägten Stücke werden andernorts noch weiter zerkleinert. Das Material wird dann wiederverwertet. Zwar wird, wie Nordex-Projektleiter Christian Berner während des Rotorblatt-Austauschs erklärte, kein neuer Windradflügel daraus gebaut. Aber: „Die Überreste finden in der Zementherstellung oder in Straßenasphalt eine Verwendung.“

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