Baustart ist 2021 und die Erschließung wird teurer
Weinstadt-Schnait. Um 200 000 Euro teurer als noch im Juli gedacht soll die Erschließung des neuen Schnaiter Wohngebiets Furchgasse werden. Das gab die Weinstädter Verwaltung im Gemeinderat bekannt. 2,2 Millionen Euro soll nun alles kosten, inklusive des Honorars für die LBBW-Tochter, die alles abwickelt. Für den Baustart peilt die Stadt das Jahr 2021 an.
„Die machen alles – und wir zahlen zum Schluss die Beträge“: Liegenschaftsamtsleiter Karlheinz Heinisch brachte es in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf den Punkt, wie die Arbeitsteilung zwischen der Stadtverwaltung und der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH aussieht. Die Tochtergesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg ist mit der Erschließung des neuen Wohngebiets Furchgasse am Schnaiter Ortsrand beauftragt worden, in dem Wohnraum für bis zu 150 Menschen entstehen soll.
Das Honorar für die LBBW-Tochter sowie die Erschließungskosten finanziert Weinstadt aus dem Verkauf der Bauplätze, was für die Stadt den Vorteil hat, das sie nicht ihren Haushalt belasten muss. Da es ein kreditähnliches Rechtsgeschäft ist, muss das Regierungspräsidium offiziell zustimmen. Die Genehmigung dazu will die Stadt nun einholen.
Bauplätze werden von 2020 an verkauft
Der Gemeinderat stimmte geschlossen für die Marschroute. Die Zahl der Wohnungen steht noch nicht fest, der Bebaungsplan wird schließlich nach Angaben der Stadt derzeit noch entwickelt. Nach heutigem Stand soll es im Bereich individueller Wohnungsbau rund 21 Einfamilienhäuser geben und beim Geschosswohnungsbau zwei Baufelder mit rund 20 Einheiten. Vorgesehen sind Gebäude mit zwei Vollgeschossen, teilweise mit Flachdach, teilweise mit Satteldach.
Baubeginn soll 2021 sein, der Verkauf der Bauplätze soll bereits 2020 starten. Alle Bauplätze für den individuellen Wohnungsbau werden direkt an bauwillige Bürger verkauft. Die Grundstücke für den Geschosswohnungsbau werden dagegen im Investorenauswahlverfahren vergeben.
In der Sitzung merkte Liegenschaftsamtsleiter Heinisch noch an, dass das Baugebiet um den Kreuzungsbereich Buchhaldenstraße/Hölderlinstraße erweitert wird. Dadurch erhöht sich auch das Honorar für die LBBW-Tochter, das ursprünglich bei 41 340 Euro lag. SPD-Stadtrat Hans Randler bat die Verwaltung dann noch, den im Ort kursierenden Gerüchten entgegenzutreten, dass das Baugebiet zum Teil im Landschaftsschutzgebiet liegen würde. Baubürgermeister Thomas Deißler bekräftigte daraufhin, dass dies nicht der Fall ist.
Gescheitert
Der mittlerweile aus dem Gemeinderat ausgeschiedene Tibor Randler appellierte noch im Mai an die Verwaltung, in der Furchgasse auf Flachdachgebäude zu verzichten. Er argumentierte, dass sich ringsherum nur Satteldächer befinden würden. Durchsetzen konnte er sich indes nicht.
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