Alfdorf

17 Raser bei Verkehrskontrolle in Alfdorf erwischt

Polizeikontrolle Haghof Motorrad Motorradkontrolle Alfdorf
Landratsamt und Polizei haben am Sonntag (06.09.) zwischen Alfdorf-Haghof und Alfdorf-Pfahlbronn eine Verkehrskontrolle durchgeführt. © Gaby Schneider

Bei der gemeinsamen Verkehrskontrolle vom Landratsamt Rems-Murr-Kreis und dem Polizeipräsidium Schorndorf am Sonntag, 6. September, wurden zwischen Alfdorf-Haghof und Alfdorf-Pfahlbronn 17 Raser erwischt. Dazu waren sechs Motorräder unzulässig technisch manipuliert. Das gaben Polizei und Landratsamt in einer Erklärung bekannt.

Jeder tödliche oder schwere Verkehrsunfall ist einer zu viel

„Jeder tödliche oder schwere Verkehrsunfall ist einer zu viel, weshalb die Reduzierung derartiger Unfälle bei der Polizei höchste Priorität hat“, so Polizeipräsident Rainer Möller. Auch das Landratsamt möchte neben den Lärmschildern „Fahr nicht wie die Sau“ oder „Lärm nicht wie ein Esel“ einen Teil dazu beitragen, Strecken im Landkreis, auf denen erfahrungsgemäß zu schnell gefahren wird, sicher zu machen. Diese Schilder findet man bereits an vielen „Raserstrecken“ im Rems-Murr-Kreis, um die Verkehrsteilnehmer für dieses Thema zu sensibilisieren.

Der Landkreis ist Teil der landesweiten Initiative gegen Motoradlärm - zusammen mit Berglen, Großerlach, Kernen im Remstal, Leutenbach, Rudersberg, Waiblingen, Weinstadt und vielen anderen Kreisen und Kommunen in Baden-Württemberg. Da einem Raser, der sich trotz aller Hinweise über die Regeln hinwegsetzt, schwer beizukommen ist - man kann die Person unter dem Helm nicht identifizieren und es gibt in Deutschland keine Halterhaftung bezüglich Geschwindigkeitsübertretungen - lag der Fokus insbesondere auf Zweiradfahrern. Denn die sind bei Unfällen besonders gefährdet.

Insgesamt 28 motorisierte Zweiräder kontrolliert

Während der Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrolle wurden insgesamt 28 motorisierte Zweiräder kontrolliert. Dabei wurden folgende Verstöße festgestellt: 17 Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und sechsmal technische Mängel am Fahrzeug.

Der Erste Landesbeamte, Dr. Peter Zaar freut sich, „dass bei einer Verkehrskontrolle von insgesamt vier Stunden nur eine überschaubare Anzahl von Verstößen festgestellt wurde. Denn das vorrangige Ziel ist keine Bestrafung, sondern wir wollen mit unseren Kontrollen sensibilisieren und Unfällen vorbeugen.“

Jeder Unfall ein schwerer Schicksalsschlag

„Gerade im jüngsten Fall mit einem tödlich verunglückten Motorradfahrer wird deutlich, dass dies für die Hinterbliebenen einen schweren Schicksalsschlag darstellt - dies gilt es künftig zu verhindern. Da Motorradunfälle überwiegend auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, werden entsprechende ganzheitliche Kontrollen der Polizei unerlässlich bleiben“, so Möller, Polizeipräsident Aalen. „Auch durch derartige polizeiliche Kontrollschwerpunkte gelang es jüngst sogenannte „Motorradstrecken“ sicherer zu machen und somit dem großen Ziel etwas näher zu kommen, dass niemand mehr sein Leben auf der Straße verliert.“