Alfdorf

Alfdorf: Bauvorhaben eines Acht-Familien-Hauses zum dritten Mal abgelehnt

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Luftbild von Alfdorf. © Joachim Mogck

Bereits zum dritten Mal lag den Alfdorfer Gemeinderäten am Montag ein Bauvorhaben auf dem Tisch, das sich um die Erstellung eines Acht-Familien-Wohnhaus in der Hohenzollernstraße drehte. „Das ist der dritte Anlauf“, erinnerte Wolfgang Fauth von der Verwaltung daran, dass man sich mit diesem Thema bereits im Februar und im Mai befasst hatte. Jeweils wurde hierbei das Einvernehmen der Gemeinderäte nicht erteilt. Mittlerweile habe sich der Bauherr an das Baurechtsamt gewandt und sich erkundigt, unter welchen Voraussetzungen mit einer Genehmigung seitens der Behörde gerechnet werden könne.

Baurechtsamt hat seine Entscheidung ohne den Gemeinderat getroffen

Auf die Antwort des Amtes hin wurde nun die Planung erneut geändert und dem Baurechtsamt vorgelegt. „Das ging an der Gemeinde vorbei“, bedauerte Fauth. Und so flatterte der Alfdorfer Verwaltung nun eine Stellungnahme des Baurechtsamts ins Haus. Ihr wurde „bereits signalisiert, dass von den im Plan befindlichen Überschreitungen befreit werden kann und auch das fehlende Einvernehmen der Gemeinde ersetzt wird“. Weiter unterrichtete Fauth die Gemeinderäte darüber, dass aufgrund des Vorschlags des Baurechtsamts zur Reduzierung der Grundflächenzahl bei Nebenanlagen die 1,5 Stellplätze im nordöstlichen Bereich gestrichen wurden. Somit seien neben den notwendigen acht Stellplätzen in der Tiefgarage lediglich noch zwei oberirdische Stellplätze geplant, erklärte Fauth. Und fügte an: „Das ist rechtlich sauber, aber nicht das, was wir erreichen wollten.“ Denn die Reduzierung der Parkplätze sei „entgegen der Intention des Gemeinderats“.

Abweichender Beschlussvorschlag wird angenommen

Sascha Kühne mutmaßte, dass dem Amt die Grundfläche auch zu groß ist und daher mehr „Grün“ gefordert werde. Zudem präsentierte er einen abweichenden Beschlussvorschlag, in dem er sich gegen das Bauvorhaben aussprach. Grund: „Dieser Bau ist städtebaulich nicht vertretbar.“ Er forderte, dass das Bauvorhaben daher erneut abgelehnt werden soll.

„Ich unterstütze das auch“, betonte Dr. Wolfgang Hipp. Die Situation sei maßgeblich durch den Bebauungsplan beeinflusst. In diesem sieht das betreffende Grundstück zwar eine mehrgeschossige Wohnbauweise vor, allerdings war man da noch davon ausgegangen, dass das Gebäude dann an einer Durchgangsstraße liegen würde. „Aber die kam nicht.“ Stattdessen würde das Gebäude heute an einer Sackgasse liegen. „Wir müssen das ganze Areal komplett neu überdenken, das ist ein Sonderfall“, forderte Hipp.

Die Durchgangsstraße, die nicht gebaut worden war, hätte „entzerrt“. Nun sei „das ganze Areal eine große Belastung für die Bürgerschaft“. So funktioniere es „überhaupt nicht“.

Klaus Heck zeigte sich „baff und sprachlos“ darüber, dass der Vorschlag auf Parkplatzreduzierung vom Baurechtsamt gekommen war. „Es ist ohnehin eine angestrengte Parksituation. Wo sollen die ganzen Autos hin?“, war Heck ratlos. Fauth hatte zuvor erklärt, dass es im selben Gebiet bereits diverse Befreiungen für Bauherren gegeben habe. Da müsse man eine Linie fahren. Doch das Gremium sah dies anders und stimmte mehrheitlich dem Antrag von Sascha Kühne zu. Der Rest war dagegen oder enthielt sich der Stimme. Das Einvernehmen wurde abgelehnt.

Feuerwehr Pfahlbronn bekommt neues Löschfahrzeug

Ein weiteres Thema war die Beschaffung eines Löschfahrzeuges für die Feuerwehr: Für Pfahlbronn wird es in absehbarer Zeit ein neues Löschfahrzeug LF20 geben. Die Gemeinderäte vergaben die Beschaffung für rund 453 300 Euro. Allerdings ärgerte sich Norbert Wiedmann darüber, dass es für die Beschaffung des Fahrgestells und Aufbaus sowie der Beladung jeweils nur einen Bieter gab. „Das ist ein Witz“, fehlte ihm der Wettbewerb. Er befand das Feuerwehrfahrzeug als „zu teuer“. Für diesen Preis könne man zwei Lastwagen mit Anhänger bestellen, vermisste er eine funktionierende Marktwirtschaft auf dem Feuerwehrsektor. Die Gemeinderäte stimmten der Wahl von Manuel Urbon als Abteilungskommandanten der Feuerwehr Alfdorf ebenso zu wie für seinen Stellvertreter Jens Müller. Bürgermeister Ronald Krötz dankte ihnen für ihren ehrenamtlichen, verlässlichen Einsatz.

Raus aus der Alltagshektik mit einem neuen Rundweg

Raus aus der Alltagshektik und rein in den Wald. Um diesen dann wahrzunehmen und in ihm durchzuatmen. Das ist das Ansinnen eines Waldpfads, dessen Konzeption ein ehrenamtliches Trio, bestehend aus Förster Gerd Pfeiffer, Waldpädagogin und Försterin Katharina Schönemann und der psychologischen Beraterin Carolin Rebmann, den Alfdorfer Gemeinderäten in der Sitzung vorstellte. Als Rundweg, der über eine Länge von ein bis zwei Kilometer angelegt sein soll, würde dieser am Limesparkplatz in Richtung Lorch starten. Und in der Nähe des Waldkindergartens „Hasenköhl“ entlangführen. Allerdings so, dass die Betreuungseinrichtung nicht durch Besucher des Waldpfads tangiert seien. Förster Pfeiffer schilderte diesbezügliche Gespräche mit den Erzieherinnen. Der Waldlehrpfad soll an sechs bis acht Stationen auf Schildern Vorschläge machen, wie man den Wald achtsam wahrnehmen kann. Und zudem Wissen über ihn vermitteln. Er habe nichts mit „Massentourismus“ zu tun.

Gedacht sei vielmehr, dass dieser von Erwachsenen genutzt wird. Am besten einzeln oder in Minigruppen. „Keine Murmelbahn oder Ähnliches“, betonte Carolin Rebmann. Der Weg selbst ist nicht eigens angelegt, sondern es handle sich schlichtweg um einen Waldweg. Einzig die Beschilderung müsste angefertigt werden. Die Kosten hierfür seien abhängig vom Design dieser, erklärte Rebmann. Maximal 15 000 Euro soll die Einrichtung der Beschilderung kosten. Davon würde der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald 60 Prozent der Kosten übernehmen. Die Gemeinderäte standen dem Projekt positiv gegenüber und signalisierten Zustimmung. Sobald erste Vorschläge für die Beschilderung vorliegen, werden diese dem Gremium vorgestellt.

Ein neues Logo für Alfdorf wird es auch geben: Das Werbestudio Rayhle aus Alfdorf stellte sich mit 1600 Euro als günstigster Bieter bezüglich der Ausarbeitung der fünf unterschiedlichen Entwürfe für ein Logo der Gemeinde heraus. Und erhielt so den Auftrag dafür durch die Gemeinderäte.

Bereits zum dritten Mal lag den Alfdorfer Gemeinderäten am Montag ein Bauvorhaben auf dem Tisch, das sich um die Erstellung eines Acht-Familien-Wohnhaus in der Hohenzollernstraße drehte. „Das ist der dritte Anlauf“, erinnerte Wolfgang Fauth von der Verwaltung daran, dass man sich mit diesem Thema bereits im Februar und im Mai befasst hatte. Jeweils wurde hierbei das Einvernehmen der Gemeinderäte nicht erteilt. Mittlerweile habe sich der Bauherr an das Baurechtsamt gewandt und sich erkundigt,

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