Alfdorf

Ein hauptamtlicher Gemeindejugendreferent für Alfdorf?

Corona Jugend
Das Ehrenamt allein schafft es nicht, die großen Pakete mancher Jugendliche zu bearbeiten. © Adobestock/dubova

Benötigt Alfdorf ein Gemeindejugendreferat? Bei einer Förderung des Rems-Murr-Kreises würden die jährlichen Kosten auf rund 42 000 Euro für diese Stelle kommen. Der Zwischenbericht zum Projekt „Jungsein in der Kommune (PJUK), den Benedikt Seybel am Montagabend den Alfdorfer Gemeinderäten präsentierte, fiel sehr positiv aus. Mehrfach betonte er, wie engagiert sich der Nachwuchs bei den bislang erfolgten Aktionen eingebracht hatte. Von der digitalen Schnitzeljagd über den Tag der Jugend bis zur Signalisierung der Mitarbeit bei Projektumsetzungen. Hier hakte Bürgermeister Ronald Krötz ein und berichtete, dass sich bislang über 350 Jugendliche aktiv eingebracht haben. Und rund 100 seien im Boot, wenn es um aktive Mithilfe gehe.

„Das ist eine ganz tolle Zahl“, zeigte sich Krötz begeistert. Seybel bestätigte: „Das ist bemerkenswert.“ Jetzt gelte es, über den Winter weitere Perspektiven für den Nachwuchs zu schaffen. „Ziel ist ein Planungs- und Vernetzungsprozess.“

Weitere Perspektiven für die Alfdorfer Jugend schaffen

Unterm Strich empfahl der Vertreter des Kreisjugendamts der Gemeinde, ein hauptamtliches Gemeindejugendreferat einzurichten. Diese Stelle wäre mit 60.000 bis 63.000 Euro dotiert – je nach Eingruppierung. Davon würde der Kreis einen Zuschuss von 17.800 Euro im Jahr dazugeben. Ein nächster Schritt sei hierfür ein Gemeinderatsbeschluss. Dann gelte es, Trägerstrukturen zu bilden, die Ausschreibung zu tätigen, die Stelle zu besetzen und dann die Jugendarbeit zu verorten.

„Der Bedarf für eine hauptamtliche Jugendarbeit ist da“, vertrat der Bürgermeister die Ansicht. Michael Lauber erkundigte sich, wie es sich mit dem Kreiszuschuss verhalte, wenn man beispielsweise nur eine 50- und keine 100-Prozent-Stelle schaffe? Dann gäbe es auch nur 50 Prozent des Zuschusses, informierte Seybel. Klaus Hinderer wollte wissen, ob dieser Zuschuss als Anschubfinanzierung zu sehen sei oder jährlich ausbezahlt werde. „Permanent“, lautete die Antwort. Hinderer erkundigte sich zudem, was mit der Jugendarbeit am Ort sei, wenn sich die Person im Urlaub befände? Ob dann das Ehrenamt einspringe? Hier zeigte sich der Vertreter des Kreises zuversichtlich, dass man diese Zeit mit Ehrenamt überbrücken könne. „Ich glaube, das würden wir hinkriegen.“ Horst Metzger begrüßte ein Gemeindejugendreferat, fragte sich aber, ob wirklich eine 100-Prozent-Stelle nötig ist. „Aber ich begrüße die Sache natürlich. Das muss man abklären.“

Alfdorfer Vereine dürfen sich nicht „hintangestellt fühlen“

Aber Norbert Wiedmann hatte Sorge, dass die Jugendleiter der Vereine sich „hintangestellt fühlen“, wenn eine Hauptamtskraft kommt. Er wollte zu dem Thema die Schulen und Vereine zu Wort kommen lassen. „Das muss abgesprochen werden“, forderte er. Benedikt Seybel nickte und bemerkte: „Das muss gut koordiniert werden, dann ist es eine gute Ergänzung.“

Er war der Ansicht, dass Ehrenamt nicht das „große Paket schaffen könne“, das mancher Jugendliche mit sich rumschleppe. Das Gemeindejugendreferat sieht er als Schnittstelle zwischen Jugend und Vereinen. Zumal es auch pädagogische Fragestellungen gebe. „Und da braucht man Zeit dafür.“

Auch Bürgermeister Krötz bemerkte: „Ein Jugendhaus schafft man nicht nur mit Ehrenamtlichen.“ Das Thema eines Gemeindereferats soll weiterverfolgt werden. Zudem kündigte Hauptamtsleiter Tobias Feldmeyer an, dass der Vertrag für die Schulsozialarbeit zum Jahresende auslaufe. Dieses Thema werde in der kommenden Sitzung angesprochen. Diesen Vertrag wolle man verlängern. Er sah eine mögliche Verzahnung zwischen Gemeindejugendreferat und Schulsozialarbeit mit gemeinsamen Projekten.

Grünes Licht für den Waldpfad zwischen Brech und Hasenköhl

Grünes Licht gab es mehrheitlich für das Anlegen des Waldpfads, den Katharina Schönemann und Carolin Rebmann bereits im Sommer vorgestellt hatten. Dieser soll auf einem bestehenden Weg zwischen dem Wanderparkplatz Brech und dem Hasenköhl umgesetzt werden. „Mal was anderes“, befand Eva-Maria Gölz. Der Anteil der Gemeinde liegt hier bei rund 5000 Euro für die Konzipierung und Beschilderung.

Benötigt Alfdorf ein Gemeindejugendreferat? Bei einer Förderung des Rems-Murr-Kreises würden die jährlichen Kosten auf rund 42 000 Euro für diese Stelle kommen. Der Zwischenbericht zum Projekt „Jungsein in der Kommune (PJUK), den Benedikt Seybel am Montagabend den Alfdorfer Gemeinderäten präsentierte, fiel sehr positiv aus. Mehrfach betonte er, wie engagiert sich der Nachwuchs bei den bislang erfolgten Aktionen eingebracht hatte. Von der digitalen Schnitzeljagd über den Tag der Jugend bis

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