Alfdorf

Gertrud und Alexander Schubert feiern in Alfdorf Diamantene Hochzeit

Schubert
Das Ehepaar Gertrud und Alexander Schubert nimmt die Gratulationen vom Bürgermeister Ronald Krötz entgegen. © EDK

Miteinander arbeiten, miteinander reden, miteinander Kinder erziehen, miteinander den Enkeln helfen, miteinander im Ehrenamt stark sein, in guten wie in schweren Zeiten miteinander Probleme meistern – das beschreibt die zwei freundlichen Menschen, Gertrud und Alexander Schubert. In diesen Tagen haben die Schuberts aus Alfdorf einen guten Grund zum Feiern anlässlich der Diamantenen Hochzeit.

Alexander Schubert kam in Dresden zur Welt, wuchs in der Stadt Dohna auf und hatte eine abenteuerliche Kindheit im Landkreis der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge gehabt. Als er mit seinem Abitur fertig war, schloss er ein Studium im Forstwirtschaftwesen ab. Gerade in der Zeit beschloss er, mehr für die anderen Menschen als Pastor zu machen. Um das Ziel zu verwirklichen, ging in den Westen. In Witten begann für Alexander Schubert ein neuer Lebensabschnitt mit einem Studium der Theologie, missionarischen Diensten als Pastor und einer Arbeit als Redakteur im Bundesverlag. Eines Tages traf er zufällig eine hübsche, schlanke, wunderschöne Dame. Vom ersten Blick hat er gewusst, dass dieses Mädchen sein Herz erobert hatte. „Die gleichen Gefühle hatte auch ich, als ich den ernsthaften, jungen Mann und schon als einen Pastor zur Ansicht bekam“, bestätigt Gertrud Schubert.

Harte Arbeit auf Bauernhöfen

Gertrud, geborene Wrublewsky, erblickte in Potsdam das Licht der Welt, als ihre kinderreiche Familie aus Wolhynien nach Deutschland umgesiedelt wurde. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges ging es für die Familie hin und her, sie mussten harte Arbeit auf Bauernhöfen mal da, mal hier verrichten, und das Schlimmste, die Familie wurde auseinandergerissen. Gertrud konnte in Norddeutschland eine Ausbildung als Erzieherin machen, kam nach Witten, um dort ein Praktikum zu absolvieren, und wurde in einer Pflegefamilie aufgenommen, in der sie auch ihren künftigen Ehemann kennengelernt hatte. Kurz vor Weihnachten gaben sie sich das „Ja“-Wort und schlossen den Bund der Ehe.

Die Eheleute Schubert haben sich nicht nur durch harte Arbeit verdient gemacht, sondern auch im Ehrenamt standen sie in der ersten Reihe, meistens im Rahmen des Blauen Kreuzes. Die beiden betreuten Obdachlose und Suchtkranke. Sie organisierten Gruppen für Suchtgefährdete und deren Angehörige, leisteten für diese Menschen offene Abende mit Vorträgen und gaben auch Essen aus. Außerdem wurden jedes Wochenende Speisungen für Obdachlose und Bedürftige organisiert.

In der evangelisch-freikirchlichen Gemeinschaft in Witten dienten sie dieser ehrenamtlichen Arbeit 35 Jahre lang. Als das Ehepaar nach Ostdeutschland nahe Dresden berufen wurde, übernahm Alexander Schubert die Hilfsdienste in einer pastorenlosen Gemeinde. In den 90er Jahren, als der Zustrom der Aussiedler stark zugenommen hatte, kümmerte sich Alexander Schubert mit seiner Ehefrau Gertrud um die neu angekommenen Bürger. Die Gründung einer „Freien evangelischen Gemeinde“ mit Team war der Höhepunkt dieser mühsamen ehrenamtlichen Tätigkeit. Als Mutter und ausgebildete Kindererzieherin hat sich Gertrud Schubert zur Aufgabe gemacht, bei Kindern und Heranwachsenden die regelmäßigen Kinderstunden durchzuführen. Diese Tätigkeit von Gertrud und Alexander Schubert wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1982 ausgezeichnet.

28 Enkelkinder und acht Urenkel

Vor zehn Jahren wagten Gertrud und Alexander Schubert einen Umzug nach Süddeutschland. Eine Weile lebten sie in der Gemeinde Gschwend und dann zogen sie zu ihrer ältesten Tochter mit Schwiegersohn Christine und Michael Kunz nach Alfdorf um.

Die Eheleute Schubert schenkten vier Kindern das Leben, einen Jungen haben sie als Sohn adoptiert und zu der Familie kamen noch einige Pflegekinder aus verschiedenen Ländern mit anderen Religionen dazu. Der Familie gehören heute 28 Enkelkinder und acht Urenkel an.

Bürgermeister Ronald Krötz gratuliert

„Mit Gottes Hilfe haben wir anderen Menschen die Liebe geschenkt und aus schwierigen Lagen geholfen. Jetzt möchten wir uns etwas zurücklehnen. In der Familie bin ich jetzt Hausmann“, meinte der robuste Alexander Schubert lächelnd und voller Stolz. Zurücklehnen heißt bei den Schuberts nicht auf der Couch sitzen, sondern etwas weniger machen. Gertrud Schubert kümmert sich um den Haushalt, hilft als Vertreterin in der Kirche, Alexander Schubert übernimmt, solange es die Gesundheit zulässt, die Fahrdienste zum Einkaufen, schreibt auf seiner Schreibmaschine viele Grußkarten für viele Verwandte und Freunde, im Sommer freuen sich die beiden Rentner auf die Gartenarbeit.

Anlässlich des besonderen Ehrentages gratulierte Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz Gertrud und Alexander zur Diamantenen Hochzeit, überbrachte eine Ehrenurkunde sowie Geschenke der Gemeinde. Außerdem überbrachte er auch die besten Glückwünsche und eine Ehrenurkunde des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Miteinander arbeiten, miteinander reden, miteinander Kinder erziehen, miteinander den Enkeln helfen, miteinander im Ehrenamt stark sein, in guten wie in schweren Zeiten miteinander Probleme meistern – das beschreibt die zwei freundlichen Menschen, Gertrud und Alexander Schubert. In diesen Tagen haben die Schuberts aus Alfdorf einen guten Grund zum Feiern anlässlich der Diamantenen Hochzeit.

Alexander Schubert kam in Dresden zur Welt, wuchs in der Stadt Dohna auf und hatte eine

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