Alfdorf

Jugendraum ist größter Wunsch der Alfdorfer Jugendlichen

Jugendhaus Abseits Corona
Die Alfdorfer Jugend wünscht sich einen Jugendraum. © Rostek

Was brennt der Jugend auf den Nägeln, welche Wünsche hat sie? Um diese Fragen zu beantworten, startete im Mai 2021 eine Umfrage. Und die Ergebnisse liegen nun vor. Als „phänomenal“ bezeichnete Petra Nonnenmacher vom Kreisjugendamt am Montag in der Gemeinderatssitzung die Teilnahme des Nachwuchses. Denn von 724 Kindern und Jugendlichen beteiligten sich 349 am Rücklauf. „Das hat sich gelohnt, das sind rund 50 Prozent“, zeigte sie sich ebenso wie ihr Kollege Sebastian Frey begeistert von der Resonanz.

Auf Platz eins der Wunschliste sprachen sich 77 Teilnehmer/-innen für einen Jugendraum aus. Und genau auf diesen Aspekt soll am Tag der Jugend, der am 23. Juli durchgeführt wird, unter anderem eingegangen werden. Petra Nonnenmacher appellierte an die Gemeinderäte um Bürgermeister Ronald Krötz, sich selbst rege daran zu beteiligen. Und vor allem für diese Aktion Werbung bei der Jugend zu machen. „Es soll eine Erfahrung von positiver Beteiligung werden“, kündigte sie an. Denn es gelte, mit der Jugend ins Gespräch zu kommen. Und zwar an unterschiedlichen Standorten, die von der „Action Bound“, der Schnitzeljagd, digital präsentiert wird. Am Tag der Jugend warten zahlreiche Aktionsangebote an den unterschiedlichen Schnitzeljagd-Stationen auf den Nachwuchs. Etwa an der Ballsporthalle in Alfdorf und am Feuersee, zudem gibt es Angebote an der Kläranlage sowie am Feuersee Pfahlbronn. Wichtig sei, dass an jeder Station Teilnehmerlisten geführt werden. Den Abschluss gibt’s im Schlossgarten. Dort wird Bürgermeister Krötz eine Zusammenfassung der vorgebrachten Wünsche bieten. Dazu einen Ausblick. Denn es sollen Prozesse angestoßen werden. Kurz-, mittel- und langfristig.

Pro-Kopf-Verschuldung von 57 Euro und gute Ideen für die Jugend

„Das werden Aushandlungsprozesse mit der Jugend“, betonte Nonnenmacher. Sie und Frey machten den Gemeinderäten deutlich, dass sie „sich als Botschafter sehen sollen und die Möglichkeit der Begegnung haben“. Es gilt, die Bedürfnisse der Jugend auszuloten, um künftig Angebote zu machen. Ausgetüftelt in den Arbeitsgruppen. Die Alfdorfer Jugend sei „mit viel Herzblut“ in die Umfrage gegangen. Sascha Kühne, der sich von Anfang maßgeblich in dieses Projekt einbrachte, hofft, dass die Jugend weiterhin Bedarf anmeldet und Interesse bekundet. Klaus Hinderer warb dafür, die Schulen explizit auf den Tag der Jugend aufmerksam zu machen. Und Ronald Krötz freute sich darüber, dass die Verwaltung mit dem Kreisjugendamt „in einem tollen Miteinander unterwegs ist“. Zudem kündigte er an, dass am 23. Juli ein Transferbus dafür sorgen wird, dass der Nachwuchs an alle Stationen gelangen kann.

Übrigens, aus dem „Projekt PJuK - Jungsein in Alfdorf“ hat sich mittlerweile ein eigenes Logo gemausert: „yAng“ - Jung sein in Alfdorf. Und jetzt, im Sommer, werde „die heiße Phase“ eingeläutet, kündigt Nonnenmacher an.

Ohne Diskussion und einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte dafür aus, für den Mai, in dem pandemiebedingt die Kindergärten nur zwei Wochen geöffnet hatten, 50 Prozent der Elternbeiträge zu erlassen. Lediglich die Nutzung der Notbetreuung wird tagessatzmäßig abgerechnet.

Alfdorf rechnet mit Gewerbesteuern von 3,3 Millionen Euro

Der Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan „Strutweg Ost“ wurde ebenfalls einstimmig gefasst. Hier geht’s um die nötige Fläche für einen neuen Pennymarkt in Pfahlbronn. Auf Anfrage berichtete der Bürgermeister, dass der Betreiber den Markt bis spätestens Sommer 2022 eröffnen möchte. Dieser wird dann größer und moderner als der bestehende Pennymarkt. Dieser wird dann seine Pforten schließen.

Der Alfdorfer Haushalt 2021 startete in diesem Jahr mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 57 Euro. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der Kreisgemeinden vergleichbarer Größe liegt bei 309 Euro. Und auch weiterhin kann auf eine Schuldenaufnahme trotz Investitionen von 5,66 Millionen Euro verzichtet werden. Abzüglich von Zuschüssen und Einnahmen bleiben unterm Strich stattliche vier Millionen Euro, die die Gemeinde selbst investiert. Auf der Agenda stehen große Hoch- und Tiefbauprojekte wie etwa 2,26 Millionen Euro fürs Sportzentrum (Sanierung Halle) sowie weitere 360 000 Euro für die Ballspielhalle. Zudem etwa 715 000 Euro für die Erweiterung der Sammelkläranlage Leineck oder auch die Sanierung der Hauptstraße mit weiteren 146 000 Euro. Bei der Einbringung des Etats 2021 appellierte der Kämmerer, „weiterhin solide und nachhaltig“ zu agieren. Alfdorf konnte sich mit der Einbringung des Haushalts für dieses Jahr Zeit nehmen, da kein beschlossener Etat für einen Zuschussantrag bis Ende Januar fertig sein musste. Im Gegensatz zu manch anderer Kommune kann so auf einen Nachtragshaushalt in diesem Coronajahr verzichtet werden.

Denn durch die späte Einbringung des Planwerks ist man seitens der Zahlen auf der sicheren Seite. Horst Metzger erkundigte sich nach der Gewerbesteuerentwicklung. Hier machte Kämmerer Kronberger deutlich, dass auch er nicht in die Zukunft blicken könne. Schilderte jedoch, dass im aktuellen Jahr mit einer Gewerbesteuer von rund 3,3 Millionen Euro gerechnet werden kann.

Was brennt der Jugend auf den Nägeln, welche Wünsche hat sie? Um diese Fragen zu beantworten, startete im Mai 2021 eine Umfrage. Und die Ergebnisse liegen nun vor. Als „phänomenal“ bezeichnete Petra Nonnenmacher vom Kreisjugendamt am Montag in der Gemeinderatssitzung die Teilnahme des Nachwuchses. Denn von 724 Kindern und Jugendlichen beteiligten sich 349 am Rücklauf. „Das hat sich gelohnt, das sind rund 50 Prozent“, zeigte sie sich ebenso wie ihr Kollege Sebastian Frey begeistert von der

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