Alfdorf

"Keiner möchte einen Hotspot": Was es am Alfdorfer Eisenbachsee zu beachten gibt

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Am Eisenbachsee auf dem Welzheimer Wald. © Privat

Die heißen Tage sorgten in jüngster Vergangeneit für einen regelrechten Ansturm auf die Badeseen im Rems-Murr-Kreis. Um die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu Corona-Zeiten einhalten zu können, sehen sich immer mehr Kommunen gezwungen, einzugreifen.

Am vergangenen Wochenende wurde der Aichstrutsee in Welzheim für mehrere Stunden gesperrt, da nicht mehr genügend Parkplätze zur Verfügung standen. Um ein ähnliches Szenario am Eisenbachsee zu verhindern, gab Bürgermeister Ronald Krötz ein Statement in den sozialen Netzwerken ab.

Krötz fürchtet Anstieg der Besucher-Zahlen

Ein gern genutzter Badesee im Rems-Murr-Kreis ist der Eisenbachsee bei Alfdorf-Pfahlbronn. "Bislang war die Anzahl und Verteilung der Badegäste auf der Liegewiese noch vertretbar, sollte jedoch auf keinen Fall massiv zunehmen", so der Alfdorfer Bürgermeister. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und dem Umstand, dass viele Menschen nicht verreisen würden, sei zu befürchten, dass "die Anzahl der Badegäste am Eisenbachsee in den nächsten Wochen weiter zunimmt."

Dass die umliegenden Seen überfüllt seien und die Freibäder nur ein begrenzte Anzahl an Badegästen zulasse, spiele ebenfalls eine Rolle. Krötz bittet eindrücklich darum, die Corona-Vorschriften zu beachten und ausreichend Abstand zu halten. "Keiner möchte einen Hotspot", so der Bürgermeister.

Sperrung des Sees sei nur das "allerletzte Mittel"

Das Ziel von Ronald Krötz sei es, den Erholungssuchenden den Eisenbachsee auch zu Zeiten des Coronavirus als Bademöglichkeit erhalten zu können. "Eine generelle Sperrung des Sees zur Verhinderung von Corona-Verstößen kann nur das allerletzte Mittel sein." Dies möchte er vermeiden.

Die Erfahrung der letzten Wochen und insbesondere vom vergangenen Wochenende sei leider aber die, dass sich die Autofahrer nicht an das Parkverbot entlang der Kreisstraße 1888  halten würden. Auch Verkehrsverbote wie beispielsweise "Anlieger frei" würden von Besuchern missachtet werden. In Absprache mit dem Landratsamt habe man nun Warnbalken angebracht, um auf die Park- und Verkehrsverbote hinzuweisen.