Alfdorf

Warum der SWR in Alfdorf dreht

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Ein Kamerateam des SWR-Fernsehens bei Dreharbeiten in der Anlage der Familiensportgemeinschaft Adelstetten. © Gmünder Tagespost

Alfdorf.
Fünf Plastikbecher stehen umgekehrt auf der grünen Tischtennisplatte. Klaus Schackow und drei Mannschaftskollegen spurten um die Platte, jeder mit einem Schläger in Hand. Ihre Bälle verfehlen die Becher nur knapp. „Versuchen Sie mal bitte, den in der Mitte zu treffen“, sagt Alfred Ruoff und richtet seine Kamera auf diesen Becher. Drei Versuche später klappt‘s: Der Becher knallt getroffen auf den Boden. „Topp“, sagt der Kameramann, hebt den Daumen und senkt die Kamera.

Diese Filmsequenz wird womöglich Teil der Reportage über die Gemeinde Alfdorf, die das SWR-Fernsehen im Januar zeigen wird. Eine halbe Stunde lang geht es dann bei „Landesschau Mobil“ um die Rems-Murr-Gemeinde.

Norbert Wiedmann hatte den Drehort vorgeschlagen

Die Dreharbeiten starteten auf dem Gelände der Familiensportgemeinschaft (FSG) Alfdorf. Um zehn Uhr morgens trafen sich Reporterin Petra Thaidigsmann, Kameramann Alfred Ruoff und Tontechniker Marcel Lohfink mit Rudolf Bartel auf dem Gelände bei Adelstetten. „Dass wir bei der Reportage dabei sind, verdanken wir Norbert Wiedmann“, erzählte der Vorsitzende der FSG. Wiedmann sei der Besitzer des Geländes, auf dem die FSG einen Campingplatz samt Sportanlagen in Freikörperkultur betreibt. Er habe beim SWR vorgeschlagen, die FSG in seiner Berichterstattung zu berücksichtigen, sagte Bartel.

Drei Schwerpunkte würden nun gezeigt: der Arbeitseinsatz der Mitglieder, um das Gelände winterfest zu machen. Dann zeigen Tischtennisfachwart Schackow und sein Team, was sie können. Und schließlich treten die Tänzerinnen und Tänzer der Linedance-Gruppe auf.

„Detailliert durchgeplant ist der Ablauf nicht“, verriet Kameramann Alfred Ruoff. „Im Prinzip reagieren wir hier spontan, was bei dem kleinen Gelände auch gut gelingt.“ So kletterte Reporterin Petra Thaidigsmann auch gerne spontan mit in den leergepumpten Pool, wo Stehtische samt Glühwein auf alle warteten. Die Reporterin trug eine rote Windjacke samt warmem Schal und gelbe Arbeitshandschuhe, die sie nun auszog, um das Glühweinglas entgegenzunehmen. „Ist FKK im Trend?“, fragte sie in die Runde. Zehn Männer und Frauen hatten sich eingefunden und standen Thaidigsmann aufgeschlossen Rede und Antwort. „Ich glaube, Urlaubsreisen in der Region sind im Trend“, meinte einer aus der Runde, „und besonders auf so schönen, idyllischen Anlagen wie hier bei uns“. Dass die Aktivitäten in Freikörperkultur ausgelebt werden, würden viele gerne in Kauf nehmen. Während die Kamera lief, hörte man im Hintergrund auch Kinder spielen oder Menschen miteinander reden. „Das ist kein Problem“, erklärte Tontechniker Marcel Lohfink. „Mein Mikrofon nimmt sehr fokussiert auf, da machen Hintergrundgeräusche fast nichts aus.“

Nur das Getöse der Motorsägen und des Häckslers müsste wohl nachträglich rausgefiltert werden. Mit den Geräten hatten Platzwart Willi Friedberger, Siegfried Holz, Kornelia Bauer und andere Mitglieder Gehölze beschnitten und entsorgt. „Die Arbeit draußen hält uns fit und gesund“, sagte Kornelia Bauer in die Kamera. Und Siegfried Holz lud Petra Thaidigsmann ein, im Sommer wiederzukommen: „Dann ist es hier am schönsten.“

Die Reportage ist voraussichtlich am 25. Januar um 18.15 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen.