Berglen

Blauzungenkrankheit auch im Rems-Murr-Kreis

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Berglen. Die Blauzungenkrankheit hat den Rems-Murr-Kreis erreicht. Ein infiziertes Tier wurde am 18. Februar auf einem Rinderbestand in Berglen festgestellt. Das teilt das Landratsamt Rems-Murr auf seiner Webseite mit. Ein nationales Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts habe den Fall bestätigt. Es ist der erste Ausbruch der Blauzungenkrankheit im Regierungsbezirk Stuttgart.

In dem betroffenen Rinderbestand sollen nun weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Der Betrieb wurde außerdem verpflichtet, die Rinder gegen die Krankheit impfen zu lassen. Zuchttiere dürfen erst an andere Betriebe abgegeben werden, wenn ein verlässlicher Impfschutz besteht.

Baden-Württemberg zum Sperrgebiet erklärt

Nachdem im Dezember 2018 bei Rindern im Landkreis Rastatt die Blauzungenkrankheit festgestellt worden war, war ganz Baden-Württemberg zum Sperrgebiet erklärt worden. Der aktuelle Krankheitsfall in Berglen ändere an den allgemeinen Restriktionen für Baden-Württemberg aber nichts, so das Landratsamt. Das Sperrgebiet wird lediglich weiter ins Bundesland Bayern ausgedehnt. Landwirte können sich beim Veterinäramt informieren.

Die Blauzungenkrankheit wird durch das Blue-Tounge-Virus (BTV) hervorgerufen. Es wird durch blutsaugende Mücken übertragen. Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich. Fleisch und Milch oder daraus hergestellte Erzeugnisse wie Käse können ohne Bedenken verzehrt werden.