Berglen

Einsatz bei Schulbus-Unfall in Berglen: So waren die Rettungskräfte gefordert

Unfall, K 1915, Berglen-Öschelbronn, 17.01.2023.
Unfall mit einem Schulbus am Dienstagmorgen, 17. Januar, auf der Kreisstraße von Rettersburg nach Öschelbronn. © Benjamin Beytekin

Um kurz vor 7 Uhr schlägt es bei Stefan Reu am vergangenen Dienstag Alarm: Unfall mit einem Schulbus in Berglen. Jetzt zählt jede Minute, vielleicht sogar Sekunde. Christian Siekmann, Pressesprecher des DRK im Rems-Murr-Kreis hat mit Rettern gesprochen. Sie berichten über einen nicht alltäglichen Einsatz, im Bus saßen schließlich über 20 Kinder. Unterstützung haben die Einsatzkräfte am Boden auch aus der Luft erhalten. Ein Rettungshubschrauber fliegt an.

Die Kreisstraße von Rettersburg nach Öschelbronn war an jenem Morgen spiegelglatt. Das berichten im Nachgang mehrere Beobachter des Geschehens. Ein Mann gerät mit seinem Pkw auf die Gegenfahrbahn und kracht in den Schulbus.

Alarm: Jetzt ist Fachexpertise und Führungsvermögen gefordert

Am frühen Dienstagmorgen wird Stefan Reu, Leiter der DRK-Rettungswache Schorndorf, in seiner Funktion als zuständiger organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes zum Einsatzort gerufen. Besondere Lagen wie beispielsweise ein Massenanfall von Verletzten (MANV) benötigt spezielle Fachexpertise, Führungsvermögen und einsatztaktisches Vorgehen an der Einsatzstelle, teilt das DRK mit.

Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst übernehme in Absprache mit dem Notarzt vor Ort die rettungsdienstliche Einsatzkoordination und stimmt sich darüber hinaus auch mit Dritten, wie beispielsweise der Feuerwehr oder der Polizei ab.

Einsatz mit 30 beteiligten Personen: Die Einsatzkräfte sind angespannt

Bei einer solchen Einsatzmeldung mit rund 30 beteiligten Personen, darunter Kinder, sei man besonders angespannt, schildert Stefan Reu. Aufgrund dieser Meldung seien ausreichend Rettungskräfte alarmiert worden.

Als Stefan Reu den Unfallort erreicht, läuft die medizinische Versorgung des schwer verletzten Pkw-Fahrers bereits durch die Besatzungen des Rettungswagens, des Hubschraubers und des Notarzteinsatzfahrzeugs, die zuerst eingetroffen waren. Es findet eine rasche Übergabe statt und Stefan Reu übernimmt die Einsatzleitung. „Vor Ort gilt es, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen, um dann zu entscheiden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind“, schildert er.

Zwei Rettungswagenbesatzungen, also vier Rettungskräfte, sichten und betreuen nun Kinder und Busfahrer. Es wird festgestellt, ob andere am Unfall beteiligte Personen verletzt sind und ob es notwendig ist, eine zusätzliche Betreuung zu organisieren.

Die Rettungskräfte begleiten die Kinder, die in einen anderen Bus einsteigen, der ebenfalls vor Ort ist und die gleiche Schule anfährt.

Aus Winnenden rückt die „Einsatzgruppe Akut“ an

Da an diesem Wintertag mehr als 20 Kinder vor Ort sind, werden ehrenamtliche Einsatzkräfte der Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Winnenden informiert.

Die sogenannte „Einsatzgruppe Akut“ unterstützt den Rettungsdienst und übernimmt zeitnah die Betreuung und Registrierung der am Unfall Beteiligten. Auch gehe es darum, dass die „Rettungsmittel“ nicht zu lange an einem Notfallort gebunden, zeitnah wieder einsatzklar sind. Die ausgebildeten, ehrenamtlichen Kräfte entlasten den Rettungsdienst. Gegen 7.15 Uhr informierte die Kreisbereitschaftsleitung des DRK Rems-Murr die Bereitschaft Winnenden über den Unfall.

Aufatmen: Den Kindern geht es den Umständen entsprechend gut

Zeitnah steht fest, dass die Kinder den Umständen entsprechend wohlauf sind, berichtet Stefan Reu weiter.

Erst später klagen zwei von ihnen über Schmerzen, wie die Polizei mitteilt. Im beheizten Bus kümmerten sich erst der Rettungsdienst und später die Ehrenamtlichen intensiv um die Kinder.

Am Unfallort ist nun alles geregelt. Alle Menschen sind versorgt.

Ehrenamtliche begleiten die Kinder zur Schule

Die Einsatzkräfte entscheiden gemeinsam, dass die Kinder nicht einfach mit dem zweiten Bus zur Schule fahren können. „Wir wollten sicherstellen, dass es allen Kindern gut geht“, sagt Stefan Reu. Drei Ehrenamtliche des DRK begleiten die Kinder, um gegebenenfalls auch mit den Eltern zu sprechen, sollten Kinder später über Schmerzen klagen.

Auf der Facebookseite des Zeitungsverlages Waiblingen (ZVW) bedankt sich später am Tag eine Frau. „Herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte! Die Schulkinder wurden erstklassig betreut und bis in die Schule begleitet. Alle Einsatzkräfte haben großartigen Einsatz gebracht. Das ist keine Selbstverständlichkeit!“, schreibt sie. Vermeintlich nur eine kleine Geste, doch den DRK-Helfern tut das nach solchem einem Einsatz ganz gewiss gut.

Um kurz vor 7 Uhr schlägt es bei Stefan Reu am vergangenen Dienstag Alarm: Unfall mit einem Schulbus in Berglen. Jetzt zählt jede Minute, vielleicht sogar Sekunde. Christian Siekmann, Pressesprecher des DRK im Rems-Murr-Kreis hat mit Rettern gesprochen. Sie berichten über einen nicht alltäglichen Einsatz, im Bus saßen schließlich über 20 Kinder. Unterstützung haben die Einsatzkräfte am Boden auch aus der Luft erhalten. Ein Rettungshubschrauber fliegt an.

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