Berglen

Einsatz in bedrohlichen Rauchschwaden

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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner
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Übung der Feuerwehr Berglen. © Benjamin Büttner

Berglen.
„Da raucht’s und qualmt’s, da können wir nicht hin, da muss erst die Feuerwehr rein“, erklärt der Opa seinem Enkel, der Bauklötzle staunt über all das Geblinke, die großen Männer mit den Masken und Helmen, über gelbe Schläuche und viel Wasser. „Aber die üben das nur, es brennt nicht wirklich“, beruhigt er ihn.

Die Kinder strahlen schon, als ein Feuerwehrauto – die Sirene von weitem hörbar – mit Karacho ums Eck gebraust kommt und blau blinkend neben ihnen zum Stehen kommt und so die Hauptübung der Berglener Feuerwehr eröffnet. Als wenig später Wasserfontänen vor ihren Augen aufsteigen, sehen die Kleinen aus wie beschenkt. „Für sie ist’s der Höhepunkt“, meint eine Mutter, deren Kinder nur noch Rot sehen – vor lauter Feuerwehrglück. Eigentlich war der Plan, dass sie nur mit dem zweieinhalbjährigen Jannik zur Übung geht, erzählt sie. „Da muss ich aber auch mit“, habe sich seine Schwester Anna mit eingeklinkt. Die Geschwister bilden mit zwei weiteren Kindern eine „Menschenkette“, halten sich achtsam an den Händen, einen Rotkreuz-Bobbycar im Schlepptau, so fiebern sie mit. Nur gut, dass die packenden Szenen vor ihren Augen „nur“ Übungszwecken dienen.

Die Brandrettungs-Choreografie beginnt der Einsatzleiter mit dem Erkunden der Lage. Die Atemschutzträger halten sich bereit, der Gruppenführer gibt die ersten Befehle für den Löschangriff, der Verteiler für die Wasserversorgung wird gesetzt. Zusammen mit den Wasserschläuchen wird Feuerwehrrealität ausgerollt. Das fiktive Szenario: Bei Reparaturarbeiten in der Werkstatt einer Firma für Teleskopschienen entsteht ein Brand. Die Übung, in der die Wehr unter anderem die Wasserversorgung testet, sei realistisch, erklärt Kommandant Michael Maier. Das Haus sei durch eine Wand in zwei Bereiche geteilt, habe aber an der Decke einen offenen Übergang. „Der Rauch kann sich sehr schnell im gesamten Gebäude ausbreiten, und auch der Lagerraum im Obergeschoss wäre im Notfall über Versorgungsschächte verraucht“, so Maier. Das erschwere die Personensuche im vernebelten Gebäude. Kommandant Maier macht durchs Mikrofon die Umstehenden mit der Atemschutzüberwachungstafel bekannt, auf der Funkkanal, Druck der Atemluftflaschen und Uhrzeit von jedem Atemschutzträger registriert werden, der ins Gebäude geht.

Die Männer schaffen ein Belüftungsgerät herbei, um den vielen Nebel aus dem Gebäude zu bekommen. „Das muss man sich vorstellen wie einen großen Ventilator, der mit Überdruck die Luft rausdrückt“, erklärt Maier. Bei der Personensuche im Lagerbereich nutzen sie eine Wärmebildkamera. Die Feuerwehrmänner laufen im Ernstfall gegen eine weiße Wand und sehen kaum die Hand vor Augen, so dicht ist der Rauch.

Die Zuschauer sehen und hören, wie viel der Entlüfter zu tun hat: Es dampft aus der Tür heraus wie in einer Saunakabine nach dem Aufguss. Feuerwehrmänner bewegen sich in den Kunstnebelschwaden, die wie im Hollywoodfilm bedrohlich aufsteigen und nur ihre Oberkörper sehen lassen, teilweise verschwinden die Männer auch zur Gänze im weißen Wabern oder werden zu Silhouetten. Wortfetzen und Rauschen dringen aus den Funkgeräten. Damit die Flammen nicht hochschlagen und auf benachbarte Gebäude übergreifen können, ist ein Trupp mit einem Wasserwerfer mit einem B-Strahlrohr im Einsatz. Mit drei Schlauchleitungen stellen sie die Löschwasserversorgung sicher.

Von der Tankstelle Friz aus – dort soll sich die beste Entnahmestelle befinden – stellt ein Tragkraftspritzfahrzeug den Wassernachschub sicher. Spannend bleibt die Übung bis zum „Abspann“, für den sich die „Dramaturgen“ eine Rettungsaktion mit Spreizer und Schere ausgedacht haben. Bis zu 49 Tonnen kann das hydraulische Rettungsgerät spreizen. Und damit können sie mühelos den mächtigen Palettenstapel lupfen und die eingeklemmte Person hervorholen. Nicht nur die Kinder Jannik und Anna schauen beeindruckt zu – da staunen auch die Erwachsenen.