Berglen

Hello Fiber bestätigt Glasfaser-Stopp: Wie geht es in Berglen weiter?

Glasfaser Berglen Hello Fiber
Auch die Gemeinde Berglen ist von Glasfaser-Stopp von "Hello Fiber" betroffen. © Gabriel Habermann

Liberty Networks beziehungsweise „Hello Fiber“ habe nun auch gegenüber der Gemeinde Berglen offiziell die Gerüchte der vergangenen Tage bestätigt, so Bürgermeister Holger Niederberger in einer Pressemitteilung.

Die Firma habe verlauten lassen, dass die Eigentümer von Hello Fiber sich "kurzfristig dazu entschlossen haben, (die) Geschäftstätigkeit nicht mehr zu finanzieren.“ Als Gründe dafür wurden insbesondere die geänderten makroökonomischen Rahmenbedingungen (Inflation, Zinsen, Baukosten, Baukapazität) genannt. Das bedeute, dass die Firma in Berglen kein Glasfasernetz ausbauen werde, so Niederberger dazu.

Breitbandausbau bis Ende 2024 war fest zugesagt worden

Er verweist im Weiteren darauf, dass diese angekündigt hatte, eigenwirtschaftlich, also ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde, in Berglen das Glasfasernetz flächendeckend in den nächsten drei Jahren ausbauen zu wollen. Noch in einer Infoveranstaltung im Dezember war von ihr der Breitbandausbau mittels Glasfasernetz in den Teilorten Öschelbronn, Rettersburg, Oppelsbohm, Bretzenacker, Vorderweißbuch, Birkenweißbuch, Streich, Hößlinswart und Kottweil bis Ende 2024 fest zugesagt worden.

Der Stopp, beziehungsweise der Ausstieg aus dieser Planung, die Abkehr von dieser Zusage, bedeutet laut Niederberger konkret, dass es in Öschelbronn, Rettersburg, Vorderweißbuch, Birkenweißbuch, Streich, Hößlinswart und Kottweil erst einmal keinen Ausbau des Glasfasernetzes in absehbarer Zeit durch die Firma geben wird.

Ausbau der Telekom in weiteren Teilorten bleibt abzuwarten

Ob die Telekom, die in den anderen Teilorten ausbaut, sich doch noch entschließt, das auch in den anderen Orten, wo es durch „Hello Fiber“ geplant war, zeitnah zu tun, bleibe abzuwarten, so der Bürgermeister. Bei Oppelsbohm und Bretzenacker hatte die Telekom bereits parallel zu „Hello Fiber“ angeboten auszubauen. Hier sollte es also - wie geplant - zeitnah mit dem Ausbau weitergehen, so Niederberger.

Er wolle an einem weiteren schnellen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in der Gemeinde festhalten, heißt es in der Pressemitteilung weiter: „Für mich, die Verwaltung und den Gemeinderat kam der Schritt der Firma ,Hello Fiber’ sehr überraschend, da noch im Dezember intensive Gespräche über die Ausbauschritte und Infoveranstaltungen stattgefunden hatten. Derzeit bin ich mit den anderen betroffenen Kommunen Rudersberg, Althütte, Weissach und Auenwald sowie dem Zweckverband Breitband Rems-Murr in engem Austausch. Wir müssen und werden dieses wichtige Thema, den Ausbau des Glasfasernetzes in Berglen, trotz dieser enttäuschenden Entscheidung von ,Hello Fiber’ mit Nachdruck voranbringen. Ich bedaure diese nicht absehbare Entwicklung bei ,Hello Fiber’ sehr und werde alles daransetzen, Berglen zügig flächendeckend ans Glasfasernetz zu bringen!“

Welche weiteren Auswirkungen diese Entscheidung auf die bereits von potenziellen Kunden geschlossenen Verträge mit „Hello Fiber“ habe, sei derzeit noch nicht abzuschätzen, so Niederberger weiter. Man dürfe allerdings davon ausgehen, dass dieses Thema direkt von „Hello Fiber“ mit den Kunden geklärt werde.

Liberty Networks beziehungsweise „Hello Fiber“ habe nun auch gegenüber der Gemeinde Berglen offiziell die Gerüchte der vergangenen Tage bestätigt, so Bürgermeister Holger Niederberger in einer Pressemitteilung.

Die Firma habe verlauten lassen, dass die Eigentümer von Hello Fiber sich "kurzfristig dazu entschlossen haben, (die) Geschäftstätigkeit nicht mehr zu finanzieren.“ Als Gründe dafür wurden insbesondere die geänderten makroökonomischen Rahmenbedingungen (Inflation, Zinsen,

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