Berglen

Hilfe bei Hexenschuss: Heike Mayers Traum vom Therapiezentrum in Berglen erfüllt sich

Neubau Therapiezentrum
Heike Mayer vor dem Grundstück, auf dem ihr Therapiezentrum gebaut wird. © ALEXANDRA PALMIZI

Seit sechs Jahren kämpft Heilpraktikerin Heike Mayer darum, dass sie ein Therapiezentrum für Rückenschmerzen und andere orthopädische Probleme in der Heinkelstraße, im Gewerbegebiet Erlenhof, bauen kann. „Mitten in der Pandemie haben wir plötzlich die Finanzierung gekriegt. Die Bank hat angerufen, gefragt, ob wir überleben. Dann war der Finanzierungsbescheid innerhalb von einer Woche da“, freut sie sich am Telefon.

Neubau wird deutlich größer als das bisherige Domizil in Steinach

Bisher arbeitet Mayer mit ihrem Team in der Erlenstraße, im Gebäude gegenüber von der Mehrzweckhalle in Steinach, in ihrem „Institut für angewandte Bewegungs-Kybernetik“. In das neu gebaute Zentrum will sie sich Ärzte und Physiotherapeuten dazuholen, selbst auch ausbilden. Trainingsräume mit Bewegungsbad für Rehamaßnahmen, ein Raum mit Sand für Gleichgewichtsübungen und Fußkräftigung und eine Gangschule sind geplant, auf insgesamt 600 Quadratmetern. Vor fünf Jahren war der Plan, dass dies der erste Bauabschnitt sei, ein weiterer, genauso großer, könnte später folgen.

Krankenschwester und Heilpraktikerin

Heike Mayer ist gelernte Krankenschwester, eröffnete eine Praxis für Fußreflexzonentherapie und ist seit 2001 ausgebildete Heilpraktikerin. 2005 eröffnete sie ihre Praxis in Steinach. Auch für Kinder hat Mayer Behandlungsprogramme entwickelt. Ihre Technik nennt sie „Chiroenergetik“. Dabei beobachtet sie in einem ersten Schritt Körperhaltung und Gang. In einem zweiten Schritt versucht sie über das Krankheitsbild und Erkenntnisse aus den Beobachtungen einen Zusammenhang herzustellen. Zu guter Letzt drückt sie kurz, aber gezielt gewisse Punkte, um die Muskeln zu animieren. „Ich bin wie ein Mechaniker, der die richtigen Knöpfe drückt, um die Maschine zum Laufen zu bringen. Wenn in ‘nem Scharnier alles an der richtigen Stelle sitzt, dann quietscht nix mehr“, beschrieb Heike Mayer ihre Arbeit gegenüber unserer Zeitung bereits im Jahr 2016.

Patientenzahl steigt stetig, manche kommen aus Usbekistan

Damals berichtete sie uns von 10.000 Patienten, die in ihrem Praxisverzeichnis stehen. „Mittlerweile sind es 17.000“, verdeutlicht sie, weshalb größere Räume nötig seien. Viele haben Rückenschmerzen. Teilweise seien ihre Patienten aus Usbekistan oder Australien angereist. „Die kommen gerade aufgrund der Pandemie nicht mehr. Grundsätzlich läuft es aber weiterhin gut, wir mussten während der Pandemie auch nicht schließen, weil wir zur Gesundheitsbranche gehören.“ Ganz so einfach wie vor der Pandemie sei es nicht mehr. „Ich bin gelernte Krankenschwester, die Hygienestandards waren bei uns auch vor der Pandemie schon sehr hoch. Aber durch Home-Office und Kinderbetreuung sind die Leute nicht mehr so viel unterwegs.“ Sie habe den Eindruck, dass es für manche schwieriger geworden sei, passende Termine zu finden.

Vergangene Woche sind die Bagger angerollt. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von einem Dreivierteljahr. Aber wer weiß schon, welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird“, befürchtet Mayer Verzögerungen. Durch die Pandemie seien auf jeden Fall die Baupreise explodiert, und es sei extrem schwierig geworden, gewisse Baustoffe überhaupt zu bekommen.

Seit sechs Jahren kämpft Heilpraktikerin Heike Mayer darum, dass sie ein Therapiezentrum für Rückenschmerzen und andere orthopädische Probleme in der Heinkelstraße, im Gewerbegebiet Erlenhof, bauen kann. „Mitten in der Pandemie haben wir plötzlich die Finanzierung gekriegt. Die Bank hat angerufen, gefragt, ob wir überleben. Dann war der Finanzierungsbescheid innerhalb von einer Woche da“, freut sie sich am Telefon.

Neubau wird deutlich größer als das bisherige Domizil in

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