Berglen

Neues Feuerwehrauto offiziell überreicht

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Das neue Feuerwehrauto HLF 10 ist heutzutage das Standardlöschfahrzeug. © Feuerwehr Berglen

Berglen.
Die Gemeinde Berglen hat ihr neues Feuerwehrfahrzeug vom Typ Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) nun offiziell an die Freiwilligen der Abteilung Süd überreicht. Es ist schon seit März da und war bereits zweimal im Einsatz. Es hat die Gemeinde 316 000 Euro gekostet, das Land Baden-Württemberg zahlt 90 000 Euro. Bei der Feier am Samstag sprach Staatssekretär Wilfried Klenk. „Es ist das Standardlöschfahrzeug für mittlere und größere Gemeinden schlechthin.“ Er lobte die Berglener Wehr als „technisch auf dem neuesten Stand“ – vor zehn Jahren wurden aus den acht Teilortwehren zwei Abteilungen mit heute 100 Feuerwehrleuten gebildet.

Friedrich spricht von "dringend benötigtem Handwerkszeug"

Bürgermeister Maximilian Friedrich erläuterte den Gästen, dass die Abteilung gern ein zweites HLF 20/16 gehabt hätte, das Gleiche, das die Abteilung Nord vor sechs Jahren bekommen hat. Die Abteilung Süd erbte damals deren TLF 8/18, das nun aber nach mehr als 35 Jahren in Gebrauch „am Ende seiner technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer angelangt“ ist. Doch das Land fördert kein zweites Fahrzeug dieser Ausstattung. Friedrich ist froh, dass sich die Freiwilligen vom HLF 10 haben überzeugen lassen, sprach von „dringend benötigtem Handwerkszeug“ und betonte, dass die Gemeinde den Wert des Dienstes äußerst hoch schätze. Er zählte auf, dass neue Einsatzjacken und -helme für alle Angehörigen der Wehr sowie ein neues Mehrzweckfahrzeug für die Abteilung Nord erworben wurden und dass nach dem Neubau des Feuerwehrhauses Steinach vor knapp zehn Jahren nächstes Jahr das Feuerwehrhaus Oppelsbohm umfassend modernisiert werden soll. Neun Mitarbeiter der Gemeinde unterstützen die Wehr neuerdings im Tagesalarm und alle aktiven Mitglieder erhalten Freikarten für das Kulturprogramm der Gemeinde. „Unsere Feuerwehr ist ohne Übertreibung auf der Höhe der Zeit und braucht auch keinen interkommunalen Vergleich zu scheuen“, sagte Bürgermeister Friedrich.

Pfarrer Kettling: Schön, wenn freiwillige Feuerwehr bestmöglich ausgestattet ist

„Die ersten Feuerwehrleute im alten Rom waren Sklaven, unfreiwillige Feuerwehren. Wie hoch die Motivation der damaligen Kameraden wohl war, wenn es galt, das Haus eines ungeliebten Senators zu löschen?“, machte Pfarrer Markus Kettling einen Ausflug in die Geschichte. „Heute haben wir eine freiwillige Feuerwehr, was eine hohe Motivation sichert. Schön, wenn dieses Ehrenamt bestmögliche Ausstattung erfährt - wie mit diesem Fahrzeug.“