Berglen

Pferd nach Sturz in Grube eingeschläfert

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Symbolbild. © Laura Edenberger

Berglen-Rettersburg. Bauhofmitarbeiter haben am Mittwochmorgen gemeinsam mit der Feuerwehr einen 31-jährigen Hengst aus einer Arbeitsgrube einer Garage in der Haldenstraße geborgen. Zunächst schien das Pferd unverletzt. Allerdings hat es wohl aufgrund des hohen Alters die Strapazen nicht verkraftet und musste später eingeschläfert werden.

Als die Besitzerin ihr Pferd, einen 31-jährigen Traber, am Mittwoch gegen 6.30 Uhr auf die Weide lassen wollte, war das Pferd nicht im Stall. Das Gatter stand offen, das Pferd war in eine Arbeitsgrube in der Garage außerhalb des Stalls gestürzt. Die Grube dient normalerweise dazu, um Autos zu reparieren. Das Pferd hat sich dabei lediglich ein paar Schürfwunden zugezogen.

Warum stand das Gatter offen?

Normalerweise ist die Arbeitsgrube mit Dielen abgedeckt. Warum die Dielen auf die Seite gerutscht waren, kann sich die Besitzerin nicht erklären, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Genauso rätselhaft ist es ihr, warum das doppelt gesicherte Gatter offen stand. Als die Besitzerin das Pferd in der Garage entdeckte, „war es putzmunter“.

Feuerwehr, Bauhof und Tierärztin vor Ort 

Zunächst war die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen ausgerückt. Wenig später zog sie den Bauhof hinzu, der die Einsatzkräfte mit seinen Fahrzeugen und vier Mitarbeitern unterstützte. Bei dem Einsatz war auch eine Tierärztin vor Ort, die das Tier betäubt und beruhigt hat.

Bagger hob Pferd aus der Grube

Bauhof und Feuerwehr gelang es, das Pferd mit Schwerlastschlingen anzuheben und es auf Dielen zu legen. Anschließend hoben die Bauhofmitarbeiter das Tier mit dem Bagger aus der Grube.

Bis zu diesem Zeitpunkt ging es dem Pferd gut, „der Kreislauf war stabil“, versichert die Besitzerin. Allerdings stellte sich nach der Rettungsaktion heraus, dass das Pferd durch die Aufregung aufgrund des hohen Alters so stark geschwächt war, dass es nicht mehr aufstehen konnte. Eine Tierärztin hat den Hengst später eingeschläfert.

Pferd lebte seit 28 Jahren in Berglen

Der 31-jährige Traber lebte seit 28 Jahren auf dem Gelände in Rettersburg. Die Besitzerin hatte den Hengst einst über den Tierschutzverein bei sich aufgenommen, nachdem er aus schlechten Verhältnissen gerettet worden war. Über all die Jahre hat sie ihn aufgepäppelt und ihm ein, wie sie sagt, „sorgloses Leben bereitet“. Dass der Unfall nun ein so tragisches Ende genommen hat, hat sie schwer mitgenommen.