Fellbach

84 Flüchtlinge ziehen in die Kärcher-Container

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Besichtigungstermin im Containerdorf: Der Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm (ganz links) schaute sich mit Landrat Richard Sigel (rechts) und Kärcher-Chef Hartmut Jenner das modulare Wohnsystem an. © Mathias Ellwanger
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Besichtigungstermin im Containerdorf: Der Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm (ganz links) schaute sich mit Landrat Richard Sigel (2. von rechts) und Kärcher-Chef Hartmut Jenner das modulare Wohnsystem an. © Mathias Ellwanger
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Das Containerdorf von außen. © Mathias Ellwanger
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So sieht es aus in den Containern. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger
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Einweihung und Besichtigung der Kärcher-Flüchtlingscontainer in Fellbach. © Mathias Ellwanger

Fellbach. Gemütlich ist anders. Gegenüber der Unterbringung in Sporthallen bieten die gestapelten Container jedoch mehr Privatsphäre und in den Drei-Bett-Zimmern auch mehr Komfort als Stockbetten in den Turnhallen. In Fellbach ist am Montag das erste Kärcher-Container-Dorf für 84 Flüchtlinge vorgestellt worden. Das Erste seiner Art in Baden-Württemberg.

Ende März wird das Containerdorf auf einem Parkplatz beim Erlebnisbad F 3 von 84 Menschen bezogen. Landrat Dr. Richard Sigel lobte das modulare Wohnsystem, weil es ermöglicht hat, sehr schnell gute Unterkünfte für die Flüchtlinge zu schaffen. Nach wie vor werden dem Rems-Murr-Kreis Woche für Woche 160 Flüchtlinge zugewiesen. Von leerstehenden Unterkünften, von denen dieser Tage vor allem in den neuen Bundesländern die Rede war, könne hier keine Rede sein. Aktuell leben im Kreis in 58 Gemeinschaftsunterkünften rund 4800 Flüchtlinge. Geplant sind deshalb drei weitere Containerdörfer in Fellbach, Leutenbach und Schwaikheim sowie eine Unterbringung in Zelten in Kirchberg an der Murr.

Die Vorteile der Lösung mit den Wohncontainern lägen darin, dass sie mehr Privatsphäre bieten als die bisherigen Unterkünfte in Turnhallen, sagte Landrat Sigel. In denen sind aktuell rund 500 Flüchtlinge untergebracht. Sich auch einmal zurückziehen und die Tür zumachen zu können, sei eine Voraussetzung für Integration. Die Duschkabinen gewährleisten zudem auch Intimsphäre bei der Körperpflege, die viele Flüchtlinge in den offenen Duschräumen der Turnhallen vermisst haben.

Ein Heimspiel für Kärcher Futuretech

Kärcher habe 20 Jahre Erfahrungen mit diesen Wohnsystemen, sagte Hartmut Jenner, der Vorstandsvorsitzende der Firma Alfred Kärcher in Winnenden. Die Schwaikheimer Tochter Kärcher Futuretech sei spezialisiert auf solche Projektgeschäfte. Für Thomas Wünsche, den Projektmanager Feldlager und Verpflegung, war das Containerdorf ein seltenes Heimspiel. Schließlich ist er meist in der halben Welt unterwegs und errichtet solche Wohnsysteme jeweils angepasst an die dortigen Bedingungen, wie zum Beispiel für die Bundeswehr in Afghanistan.

Für den Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm ist das Containerdorf eine Bestätigung für das gute Miteinander des Kreises und der Kommunen in Sachen Flüchtlingsunterbringung. „Wir gehen das Thema gemeinsam an“, sagte Palm. Die Stadt Fellbach bot das Grundstück an; der Kreis kümmerte sich um den Bau und Betrieb des Flüchtlingsdorfes, das von der Awo betreut wird. Die Kinder könnten in die nahe gelegenen Schulen gehen.

Modulares Wohnsystem von Kärcher

Erfahrungen mit den Containern hat Kärcher Futuretech seit über 20 Jahren, zum Beispiel als Unterkünfte für die Bundeswehr in Afghanistan. Das mobile Wohnsystem basiert auf einem schnell erweiterbaren Modulsystem. Hergestellt werden die Container in Italien.

In Fellbach handelt es sich um zweimal 14 Container, in denen 28 Wohneinheiten mit je drei Betten untergebracht sind. In jedem Stockwerk befinden sich Sanitätscontainer mit Duschen, Toiletten, Waschbecken, Gemeinschafts- sowie Trockenräume. Zwei Wohneinheiten können auch zu einem Familienzimmer zusammengelegt werden.

Die Kosten für ein mobiles Wohnsystem sind ungefähr halb so hoch wie bei einer Festbauweise und liegen in Fellbach bei rund 2,5 Millionen Euro. Der Landkreis hat das Containerdorf bei Kärcher jedoch geleast.